Splash

Splash, auch Sunsplash, Bezeichnung für ein Festival, bei dem vornehmlich Reggae, aber auch etwa Drum’n’Bass und andere jüngerer Dance Music im Zentrum der Veranstaltung steht. Unter dem Namen Reggae Sunsplash wurde das erste Sunsplash 1978 auf Jamaika veranstaltet; gegründet hatten das jährlich stattfindende Festival Tony Johnson, Don Green, Ronnie Burke und John Wakeling.

Johnson, Green, Burke und Wakeling gründeten zur Vermarktung des Festivals eine eigene Firma. Bis 1985 fand das Reggae Sunsplash ausschließlich auf Jamaika statt, meist im Jarrett Park in Montego Bay. Seit 1985 gibt es unter dem Namen auch eine internationale Package Tournee. Die mehrere Tage dauernden Festivals auf Jamaika wurden bis 1996 jährlich veranstaltet, dann wieder in den Jahren 1996 bis 1998. 2006 wurde die für den Tourismus der Insel höchst förderliche Idee einmalig aufs Neue belebt. Die Sunsplash-Tournee blieb indes weiterhin erfolgreich.
Die Verbindung von Sonne, Strand, guter Laune und Musik fand bald Nachahmer, so dass Splash oder Sunsplashs etwa auch in Europa veranstaltet werden. Als das größte europäische Festival dieser Art gilt das Rototom Sunsplash, das von 1993 bis 2008 im italienischen Udine stattfand, dann aber ins spanische Benicassim verlegt wurde. Das größte deutsche Sunsplash, das splash! Festival, fand seit 1998 am Oberrabenstein-Stausee nahe Chemnitz statt, wurde wegen der nicht splash-gerechten deutschen Wetterlage einige Male an andere Orte verlegt, so zweimal in die Nähe Bitterfelds und 2009 auf die Ferropolis genannte Halbinsel in einem gefluteten Tagebau nahe Dessau. Splash werden aber auch an den Baggerseen vieler kleinerer Orte in Deutschland veranstaltet.