Stadium Rock

Stadium Rock, auch Arena Rock, Rockmusik unterschiedlicher Art, deren Hauptvertreter über ein großes Publikum verfügen und deshalb in Fußball-, Football und Baseballstadien auftreten.

Die britische Band The Beatles hatte in der ersten Hälfte der 1960er-Jahre weltweit eine so große Popularität erreicht, dass als Auftrittsorte vor allem in den USA große Sportstätten gemietet werden mussten. Auch andere Bands wie The Who und The Rolling Stones traten in Stadien auf. Im Laufe der 1970er-Jahre setzte sich dieser Trend, ein Massenpublikum anzusprechen fort, so dass Bands wie Yes, Emerson, Lake & Palmer und Asia ebenfalls in den größten Stadien der USA auftraten.

War der Stadium Rock zunächst keineswegs stilistisch festgelegt, weil die Wahl des Auftrittsortes pragmatischen Gesichtspunkten folgte, so bildete sich vor allem bei amerikanischen Rockbands zur gleichen Zeit eine besondere Form von Rockmusik heraus, die auf einem moderaten Hardrock basierte, der einige Elemente des Progressive Rock wie etwa den nahezu obligaten Einsatz von Keyboards und besonders Synthesizern aufweist. Musik dieser Art bieten etwa Bands wie Toto, Blue Oyster Cult, REO Speedwagon, Boston, Styx, Kansas und weitere mehr.

Natürlich sind diverse andere Musiker und Bands in der Lage, ein so großes Publikum anzuziehen, dass Sportstadien als Auftrittsorte gewählt werden müssen: Queen, Bruce Springsteen, ZZ Top, U2, R.E.M und viele andere sind mehr als einmal in großen Stadien aufgetreten und diverse Festivals finden ohnehin an derartigen Orten statt. In Deutschland vermochten es etwa Herbert Grönemeyer, Marius Müller-Westernhagen, BAP und Peter Maffay, ihr Publikum in die großen Stadien der Bundesrepublik Deutschland zu ziehen.

Während es in den USA für Rockmusiker ein Ziel ist, so bekannt zu werden, dass sie in Stadien auftreten können, so werden derartige Massenspektakel in Europa mitunter mit Geringschätzung betrachtet, zumal der spezifische Stadionrock tatsächlich einige Stereotypen enthält. Andererseits gibt es aber nicht wenige Musiker und Bands, die in den USA mehr oder weniger problemlos ein Massenpublikum anziehen und mitunter sogar mehrere Tage nacheinander in größten Stadien Konzerte geben, in Europa weit weniger bekant sind und keineswegs in Stadien auftreten. Dazu gehören eben gerade die Stadium-Rockbands der USA, aber auch Musiker wie beispielsweise Melissa Etheridge, der es als einer von wenigen Frauen gelang, Konzerte in Stadien veranstalten zu können.