The Concert for Bangladesh

Concert for Bangladesh, The, zwei Rockkonzerte, die am 1.8. 1971 im Madison Square Garden in New York stattfanden; die von George Harrison und Ravi Shankar veranstalteten Konzerte gilt als die erste bedeutende von Rockmusikern organisierte Benefiz-Veranstaltung.

Harrison war von seinem Freund Ravi Shankar um Hilfe gebeten worden, als der gerade gegründete Staat Bangladesh (Ost-Pakistan) einerseits in einen Unabhängigkeitskrieg mit Pakistan verwickelt war, andererseits eine Wirbelsturm und eine folgende Hungerkatastrophe die Bevölkerung des Landes wie nach Indien geflüchtete Menschen heimsuchte. Harrison spielte daraufhin die Single »Bangla Desh« ein, deren Erlös wie auch die einer von Shankar aufgenommenen Platte (»Joy Bangla«) einer Hilfsaktion zugute kommen sollte. Der Erfolg der Single Harrisons veranlasste Shankar, Harrison um die Organisation einer ähnlichen Aktion in den USA zu bitten. Harrison schlug vor, ein Konzert zu veranstalten und wollte sich für die Teilnahme befreundeter Musiker einsetzten. Zunächst bat er John Lennon, Paul McCartney und Ringo Starr um Teilnahme doch lehnte McCartney sofort ab und Lennon, nachdem Harrison es missbilligt hatte, dass Yoko Ono ebenfalls auf der Bühne stehen wollte; Starr sagte indes zu und war dann neben Harrison und Shankar Ali Akbar Khan, Don Preston, John Prine, Eric Clapton, Billy Preston, Leon Russell, Klaus Voorman, Jim Keltner, Bob Dylan und der Band Badfinger in den Konzerten zu sehen.
Von dem Ereignis wurde ein Film, an dessen Produktion der Manager Allen Klein und der Schallplattenproduzent Phil Spector mitwirkten, und eine drei LP umfassende Kassette produziert; die DVD wurde 2005 auf den Markt gebracht. Die Erlöse des Concert for Bangladesh in Höhe von etwas mehr als 240 000 Dollar kamen zunächst UNICEF zugute, spätere Einnahmen der Stiftung George Harrison, die mit UNICEF zusammenarbeitet. Bis 1985 waren zwar fast 12 Millionen Dollar als Hilfe an die Region gegangen, gleichzeitig gab es aber Unstimmigkeiten über die tatsächlich eingespielte Summe und deren Verbleib wie Verwendung.
Uneinigkeit herrschte auch in der Schreibweise des Staatsnamens Bangladesh: Während die LP-Kassette die Schreibweise Bangla Desh trug, wurde auf späteren Veröffentlichungen, etwa der 2005 veröffentlichten CD-Fassung die korrekte Schreibweise Bangladesh angewendet.
Das Concert for Bangladesh war der Prototyp einer Benefiz-Veranstaltung unter Mitwirkung von Rockmusikern: Der Veröffentlichung einer Single, eingespielt von mehreren bekannten Rock-Stars, folgen ein oder mehrere Konzerte, an denen wiederum eine mehr oder weniger große Anzahl von unentgeltlich mitwirkenden Musikern und Bands teilnehmen. Die Einnahmen setzen sich weniger aus den Eintrittsgeldern – die meisten Benefizkonzerte waren Frei-Konzerte – als vielmehr aus der medialen Vermarktung und während der Aktion stattfindenden Spendenaktionen zusammen. Wenn die Musiker und Bands auch unentgeltlich auftreten, so werden von den Einnahmen in aller Regel dennoch die Produktionskosten der Veranstaltungen von dem Endbetrag abgezogen.



Diskografie

George Harrison und andere: The Concert for Bangla Desh (1971)



Weblink

http://www.concertforbangladesh.com/ (Offizielle Website der Benefiz-Veranstaltung The Concert for Bangladesh)