Top Forty

Top Forty, auch Top 40, zusammengesetzt aus englisch top für »oben, Spitze« und forty für »40«, Begriff aus der US-Musikindustrie mit Blick auf vom Rundfunk ausgestrahlte Musik von Single-Schallplatten, Bezeichnung für die 40 am häufigsten von Rundfunkstationen gesendeten Singles; die Popularität wurde unter anderem an der Zahl der Verkäufe wie auch der Hörerwünsche abgelesen.

An dem Rang in der Liste der Top Forty wird die Popularität der jeweiligen Interpreten und ihrer Musik geschlossen. Allein die Platzierung in der Liste bedeutet schon einen gewissen Grad der Popularität eines Interpreten oder einer Band. Nicht wenige Rundfunkstationen der USA legten ihrem Programm ausschließlich die Top-Forty-Liste zugrunde, eine frühe Form des so genannten Formatradios. Die Top Forty stellen einen Kompromiss dar: Einerseits sind es mehr Songs als die der Top Ten, es ist also eine gewisse Abwechslung garantiert, andererseits ist die Popularität weit mehr gesichert als die der Top-100-Liste.
Die Top-Forty-Liste kam Anfang der 1950er-Jahre als Möglichkeit, ein durchweg populäres Rundfunkprogramm zu gestalten; der Begriff soll 1951 eingeführt worden sein. Die jeweiligen Liste bildete auch die Grundlage für das Repertoire so genannter Top-Forty-Bands. Da das Format zwischen 1950 und etwa 1985 seine größte Bedeutung hatte, war es das Bestreben von Schallplattenfirmen, ihre Songs in dieser Liste zu platzieren. Ergab sich die Popularität eines Titels nicht beispielsweise aus den nachweisbaren Verkäufen, wurde gelegentlich auch zum Mittel der Bestechung von Rundfunk-DJs gegriffen (Payola).

Literatur

MacFarland, David: The Development of the Top 40 Radio Format; New York 1979
Fong-Torres, Ben: The Hits Just Keep On Coming: The History of Top 40 Radio; San Francisco 1998

Weblink

americanradioworks.publicradio.org/features/radio (Website mit diversen Informationen zum US-amerikanischen Rundfunk)