Unisono

Unisono, italienisch für »Einklang«, gleichzeitiges Erklingen ein- und desselben Tones, erzeugt von zwei Klangquellen

Wird von zwei Stimmen oder Instrumenten der gleiche Ton hervorgebracht, so spricht man von Unisono; auch mehr als zwei gleiche Töne werden als Unisono bezeichnet. Etwa seit dem 18. Jahrhundert gelten auch zwei gleiche, im Abstand einer Oktave zueinander stehende Töne als Unisono; vorher wurde diese Satzweise als aequisonus bezeichnet. C und c sind also ebenso unisono wie C und C. Im strengen Satz ist das Fortschreiten von zwei Stimmen im Unisono nicht erlaubt, da dadurch die Selbstständigkeit der Stimmen nicht mehr gegeben ist.

Unisono ist Stilmittel in beinahe jeder Musik. Im Jazz wird diese Setzweise besonders im Jazzrock angewendet, im Rock sind Unisono-Passagen vor allem im Heavy-Metal gebräuchlich. Die Klangwirkung kann enorm sein, zumal mehrere unisono geführte Stimmen stets den Eindruck von mehr Stimmen als real erklingen erwecken. Andererseits wirken längerer Unisono-Passagen auf die meisten Hörer reizlos und ermüdend.