Wechselschlag

Wechselschlag, Spielweise bei Zupfinstrumenten; der Begriff wird auf eine Spielweise mit den Fingern wie auf eine mit einem Plektrum angewendet, obwohl sich die Techniken unterscheiden.

Bei der Bassgitarre – bei der akustischen wie der elektrischen -, werden beim Wechselschlag Zeige- und Mittelfinger, seltener auch der Ringfinger der Zupfhand eingesetzt. Dabei werden die Saiten im Wechsel von Zeige- und Ringfinger gezupft. Bei komplizierten Bass-Stimmen muss der Instrumentalist Überlegungen zu einem ergonomischen Einsatz der Finger machen, etwa beim Wechsel von einer zur andere Saite; mitunter kann es nötig werden, den Wechsel für einen Ton zu unterbrechen, und einen der beiden Finger zweimal nacheinander zu benutzen.
Wenn die beschriebene Technik auch bei anderen Zupfinstrumenten möglich ist, so ist bei Gitarren und der Mandoline eine andere Form des Wechselschlags üblich, insbesondere, wenn obligat ein Plektrum verwendet wird. Dabei wird die Saite im Wechsel von oben und von unten angerissen. Diese Spielweise ist auch als Mandolineschlag bekannt, da die schnelle Auf- und Abwärtsbewegung über der Saite eine bei der Mandoline übliche Technik ist.
Sinn des Wechselschlags ist es, schneller spielen zu können. Daneben kann bei Einsatz dieser Spielweise auch die eben gespielte Saite mit demselben Finger gedämpft werden, während der zweite Finger schon den nächsten Ton anspielen kann. Bei der Mandoline dient der Wechselschlag auch dazu, dem schnell verklingenden Einzelton der Mandoline eine gewisse Dauer verleihen zu können.