Western Swing

Western Swing, von englisch Western für »westlich« und Swing, Ende der 1920er-Jahre aufgekommene Musik, die aus einer Mischung von Country Music und Swing Jazz bestand; daneben wurden Elemente von Blues, Folk Music und seinerzeit aktueller Popmusik, integriert.

Der Western Swing bildete einen Widerpart zum seinerzeit dominanten Swing. Um als Tanzmusik fungieren zu können, wurden indes diverse Elemente des Swing übernommen. Die somit auch für konservative Weiße akzeptable Musik wurde vom Rundfunk aufgegriffen und erhielt erst dann auch den vereinheitlichenden Namen Western Swing. Zu den frühen Protagonisten der Musik gehören u. a. Bob Wills mit den Texas Playboys, Milton Brown und Bill Boyd. Die gebräuchlichsten Instrumente der mitunter relativ großen Bands sind Gitarre (auch Steel Guitar), Fiddle, Bass, Mandoline, später auch Schlagzeug, Saxophon und Trompete. Da es sich beim Western Swing wie beim Swing um eine Tanzmusik handelt, gehörte zu manchen Bands ein »Shouter«, der den Tanzenden die auszuführenden Tanzschritte zurief. Der Western Swing bleib bei der nordamerikanischen Bevölkerung auch über die Hochzeit des Swing hinaus beliebt und verlor erst in den 1950er-Jahren allmählich an Beliebtheit. So ist der Western Swing auch einer der unmittelbaren Vorläufer des Rock’n’Roll und war mit seinen rhythmisch-melodischen Floskeln von nicht zu überschätzendem Einfluss auf den frühen Rock. Bill Haley etwa war zunächst mit seiner Band The Saddlemen im Western Swing erfolgreich.

Diskografie

The History of Bob Wills and His Texas Playboys (o. J.)
King of Western Swing (o. J.)