White Label

White Label, von englisch white für »weiß« und label für »Etikett«, auch Weißpressung oder Weißmuster, Begriff aus der Herstellungstechnik von Vinyl-Schallplatten, mit dem die ersten Exemplare einer Neupressung bezeichnet sind; diese Platten erhalten erhält noch nicht das endgültige Etikett, sondern lediglich ein weißes, auf dem oft handschriftlich lediglich der Titel der Platte vermerkt ist.

Auch das Cover dieser Platten war meist von schlichtem Weiß. Weißpressungen haben mehrer Aufgaben: Zum einen dienen sie der technischen Überprüfung der Platte; diese Prüfung konnte unter Umständen dazu führen, dass bestimmte Schritte des Produktionsprozesses wiederholt wurden. In sehr seltenen Fällen wurde auch Auswahl und Reihenfolge der Songs verändert. Wenn die White Labels auch in nur sehr geringen Stückzahlen hergestellt wurden, so waren einige Exemplare stets dafür gedacht, an Rundfunk-Discjockeys weitergegeben zu werden, damit diese die Platten schon vor Veröffentlichung in ihren Sendungen vorstellen konnten. White Labels sind in jedem Fall gesuchte Sammlerstücke, besonders, wenn ihr Inhalt von der späteren Veröffentlichung abweicht.

Im Produktionsprozess von CDs sind Weißpressungen nicht üblich, wenn auch vor der eigentlichen Produktion der CD einige wenige Exemplare für die technische Prüfung angefertigt werden können. Journalisten erhalten folglich auch keine Anpressungen mehr, sondern werden auf Musikdateien im nur ihnen zugänglichen Bereich der Internet-Präsenz der jeweiligen Firma verwiesen.