Ace of Base

Ace of Base, schwedische Popgruppe, 1990 in Göteborg gegründet. Die Band bestand zu Beginn aus Ulf Ekberg (* 1970), und den Geschwistern Jenny Berggren (* 1972), Malin Berggren (* 1970) und Jonas Berggren (* 1967); Malin Berggren verließ 2007 die Gruppe, die seitdem als Trio auftritt.

Bandbiografie

Jonas Berggren hatte als Jugendlicher zunächst in der Rockband G Konrad Musik gemacht und dann mit zwei Freunden eine Gruppe gegründet, in der sich der Techno-Musik zuwandte. Die Gesangsparts übernahmen Berggrens Schwestern Malin, Linn genannt, und Jenny. Als die beiden Freunde die Formation verließen, fand Jonas Berggren, genannt Joker, in seinem Freund Ulf Ekberg, der sich Buddha nennen ließ, einen neuen Partner. Während die Schwestern ausschließlich sangen, bedienten Jonas Berggren und Ulf Ekberg diverse elektronische Klangerzeuger und Effektgeräte. Die am Computer zusammengebauten Songs fielen dann den Managern des Labels Mega Records auf, die das in Besetzung und Rollenverteilung an ABBA erinnernde Quartett unter Vertrag nahmen. Die Entscheidung erwies sich als richtig: Schon die erste Single, »Wheel of fortune« war im skandinavischen Raum so erfolgreich, dass Ace of Base zum europaweit agierenden Label Metronome Records wechseln konnte.

Das sollte sich für das Quartett und die Plattenfirma auszahlen: Die 1993 veröffentlichte Single »All that she wants«, ein trotzig-desillusioniertes Teenager-Statement, von Malin und ihrer Schwester lakonisch vorgetragen, stieg in fast einem Dutzend europäischer Länder in die Hitparaden und hielt sich allein in Deutschland acht Wochen lang auf der Top-Position. Das bald darauf veröffentlichte Debüt-Album »Happy Nation« tat es der Single nach, erst recht, als es 1994 nach persönlichem Einsatz vom Eigner des Labels Arista Records, Clive Davis, und erweitert um einige Songs unter dem Titel »The Sign« auch in den USA erschien. Insgesamt wurden von dem Album weltweit über 24 Millionen Exemplare verkauft, es gilt damit als das bestverkaufte Debüt-Album überhaupt.

Der Erfolg hielt zunächst an: 1995 legte die Band ihre zweite CD, »The Bridge«, vor, die auch wieder mehrere Millionen Käufer fand. Danach sank die Erfolgskurve langsam aber stetig ab: Das dritte Album (»Flowers«; 1998) schaffte es noch in vielen Ländern in die Top Ten oder wenigstens die Top Twenty, »Da Capo« (2002) dann nur noch in einigen wenigen Ländern. Immer noch wurde diese oder jede Single millionenfach verkauft, doch wollte Ace of Base ein Erfolg wie »All that she wants«. Innerhalb der Gruppe kriselte: Das ohnehin fragile Verhältnis zwischen den beiden Schwestern führte immer wieder zu atmosphärischen Störungen im Gruppengefüge, Malin Berggren sah sich nicht unbedingt als Popstar auf Lebenszeit und blieb den Auftritten der Gruppe zunächst fern und verließ Ace of Base 2007 ganz. Zum Trio geschrumpft, hielten sich die verbliebenen Berggrens und Ekberg mit Konzerten über Wasser, fassten aber den Entschluss, auch wieder gemeinsam CDs einzuspielen.

Ace of Base wäre fast als »One Hit Wonder« in die Popgeschichte eingegangen. Er immense Erfolg von »All that she want« basierte auf dem Gegensatz zwischen unbeschwert vor sich hin hüpfendem Elektro-Reggae und der kühlen Beobachtung eines weiblichen Teenagers – vor allem aber auf dem tiefen Stimmklang und dem kühlen Gesangsstil von Malin Berggren. Derartiges lässt sich nicht unablässig wiederholen und so lief das Quartett stets dem eigenen Erfolg hinterher. Den am Computer konstruierten, vor allem auf elektronischer Klangerzeugung basierenden und immer wieder am Reggae angelehnten Musikstücken blieb Ace of Base zwar weitgehend treu, doch fanden die eher für den Dancefloor produzierten anderen Songs längst nicht den Publikumszuspruch wie die Erfolgssingle.

Diskografie

Happy Nation/The Sign (1993)
The Bridge (1995)
Flowers/Cruel summer (1998)
Da Capo (2002)

Weblink

www.aceofbase.com (Offizielle Website der schwedischen Popgruppe Ace of Base)