Trance

Trance, von englisch trance für »Trance«, mit elektronischen Klangerzeugern produzierte Musik, die selbst eigentlich nicht Tanzmusik ist, aber wesentlicher Bestandteil der so genannten Club-Culture.

Die mit 130 bis 150 BPM eher langsame Musik hat einiges gemeinsam mit älterer elektronischer Musik: Der deutsche Musiker Klaus Schulze verwendete den Begriff in durchaus programmatischer Absicht in den Titeln einiger seiner Platten, etwa für »Trancefer« (1981) und »En=Trance« (1987). Noch um 1990 stellte Trance eher ein Experiment im Umfeld elektronisch erzeugter Tanzmusik dar, als dass es innerhalb der Dance-Musik ein eigenes Genre bildete. Im Laufe der 1990er-Jahre verfestigte sich das Experiment zum Stil: Allemal ist die Musik in Pattern organisiert, die vom Sequencer gesteuerte Synthesizer und Drum-Computer zum Leben erwecken; obligat wird reichlich Gebrauch von Hallgeräten gemacht. Als Vorbild gelten nicht nur die alten Aufnahmen des Electronic Rocks, sondern auch bestimmte Kompositionen von Pink Floyd – etwa »Echoes« (1973) -, aber auch Musik aus Asien. Aufgrund dieser Vorgaben führten Ergebnisse relativ schnell zu bestimmten Stereotypen, die dann auch als Preset konfektioniert in einigen Synthesizern vorrätig gehalten wurden. Unter Einsatz dieser Klänge werden sich langsam entfaltende Klangprozesse in Gang gesetzt, dies in der unausgesprochenen Absicht, die Tänzer in eine Art Trance zu versetzen. Der Stil fächerte sich im Laufe der 1990er-Jahre bereits auf, kleine Veränderungen führten bereits zu neuen Ausprägungen wie Acid Trance, Goa Trance, Progressive Trance, Anthem Trance, Psy-Trance und weiteren mehr. Auch ergaben sich Vermischungen mit anderen Stilen der Tanzmusik, etwa mit Goa und Electronic Body Music. Zu den stilbildenden Musikern gehören u. a. The KLF, 808 State, Dance 2 Trance, Future Sound of London, Moby, Jam and Spoon, Energy 52, Astral Projection, Paul van Dyk, Art of Trance, Chicane und GTR.