Barbara Gaskin

Gaskin, Barbara, englische Jazz- und Rockmusikerin (Gesang, Keyboards, Komposition), * Hatfield, Hertfordshire, 5.6. 1950

Barbara Gaskin erhielt als Kind Klavier- und Cellounterricht, lernte autodidaktisch Gitarre zu spielen und wandte sich als Jugendliche der Folk Music zu; vereinzelt trat sie auch in lokalen Folk-Clubs auf.
1968 nahm sie in Canterbury ein Philosophie- und Literaturstudium auf. Schnell fand sie Zugang zum Musikleben der Stadt und wurde 1969 Sängerin der Folkrock-Band Spirogyra. Spirogyra erhielt wenig später einen Plattenvertrag bei B & C Records und veröffentlichte zwischen 1971 und 1973 drei Alben. Die Band war in den Universitätsstädten Englands sehr beliebt und recht erfolgreich. 1974 löste sich die Band auf, und Barbara Gaskin verließ Canterbury, um mehrere Jahre lang zu reisen, vornehmlich in Asien.
Während ihrer Jahre in Canterbury hatte Gaskin die in der Stadt lebenden Musiker mehr oder weniger gut kennen gelernt, so Steve Hillage, der, von London gekommen, in der Stadt studierte, außerdem dessen Freund Dave Stewart und die Musiker der Band Caravan. Sie sang für Stewarts Gruppe Hatfield and the North als Mitglied der Northettes Background, gehörte zu der Formation Ottawa Music Company und sang bei den Aufnahmen der letzten LP von Egg, »The Civil Surface« (1974). Auch bei Schallplattenaufnahmen von National Health, Peter Blegvad, Phil Miller, Rick Biddulph, Mont Campbell und Jane Wiedlin hatte sie als Sängerin mitgewirkt.
Nach ihrer Rückkehr nach Canterbury schloss sie sich der ausschließlich aus Frauen bestehenden Band Red Roll On an. Auch mit Dave Stewart arbeitete sie wiEder zusammen, allerdings nicht im Rahmen einer Jazzrock-Gruppe. Vielmehr bildete sie mit Stewart eine Pop-Formation – zu der auch Rick Biddulph gehörte, die 1981 mit einer Cover Version von »It’s My Party«, 1963 von Leslie Gore gesungen, erfolgreich war und auf den ersten Platz der britischen Pop-Charts brachte. Gaskin und Stewart taten sich auf Dauer zusammen und versuchten den Erfolg mit weiteren Singles zu wiederholen, was indes nicht recht gelang. Dennoch arbeiteten die beiden Musiker weiter zusammen, gründeten das Label Broken Records und veröffentlichen seitdem sporadisch Singles und LPs, gleichermaßen weit entfernt vom Jazzrock der Canterbury Scene wie vom Pop der »It’s My Party«-Single. Gaskin und Stewart treten gelegentlich auf, dann meist von dem Gitarristen Andy Reynolds und – seltener – dem Schlagzeuger Gavin Harrison (Porcupine Tree, King Crimson) begleitet.


Diskografie (mit Dave Stewart)

Up From The Dark (1986)
Broken Records – The Singles (1987)
As Far As Dreams Can Go (1988)
The Big Idea (1989)
Spin (1991)
Selected Tracks (1993; Zusammenstellung))
Green and Blue (2009)
The TLG Collection (2009)
Broken Records – The Singles (2011; Special Edition)
Spin (2011; Special Edition)


Mit Spirogyra

St. Radigunds (1971)
Old Boot Wine (1972)
Bells, Boots and Shambles (1973)

Weitere Alben mit Egg, National Health, Peter Blegvad, Phil Miller, Hatfield and the North


Website

http://www.davebarb.demon.co.uk (Gemeinsame offizielle Website von Barbara Gaskin und Dave Stewart)