Jane Siberry

Stichwort Kate Bush



Siberry, Jane, kanadische Pop-Musikerin (Gesang, Gitarre, Keyboards, Text, Komposition), * Toronto 12.10.1955

Biografie

Jane Siberry studierte an der University of Guelph parallel Musik und Mikrobiologie, wandte sich aber Ende der 1970er-Jahre stärker der Musik zu. 1981 veröffentlichte sie ihr erstes Album. »Jane Siberry« war zwar nur mäßig erfolgreich, doch die 1984 veröffentlichte LP »No Borders here« enthielt mit »Mimi on the Beach« einen kleinen Hit. Auch das ein Jahr später vorgelegte Album »The Speckless Sky« (1985) festigte den Ruf der Sängerin, so dass sie von Reprise Records unter Vertrag genommen wurde und ihre folgenden Veröffentlichungen auch außerhalb Kanadas ihr Publikum finden konnten. Für das 1993 vorgelegte Album »When I was a Boy« hatte sie die Unterstützung von Brian Eno und k.d. lang gefunden; mit lang sang sie im Duett »Calling all Angels«, das schon Teil des Soundtracks von Wim Wenders Film »Until the End of the World« (1991) wurde.
Die Zusammenarbeit mit Reprise dauerte bis 1996, dann gründete Siberry mit Sheeba Records ein eigenes Label. Auf diesem Label erschien zuerst eine Sammlung von Aufnahmen, die sie als Jugendliche, noch vor ihrer eigentlichen Karriere, angefertigt hatte.
Mitte 2006 änderte Jane Siberry ihren Namen in Issa, angeblich die weibliche Form von Isaiah. Offiziell wurde diese Namensänderung zwar erst Ende 2009, ging aber sogleich mit einer völligen Umgestaltung ihrer Lebensumstände: Sie trennte sich von den meisten ihrer materiellen Besitztümer und ist seitdem auf Reisen, auf denen Sie nahezu ohne Unterbrechung Konzerte gibt. Seit 2008 veröffentlicht sie ihre CDs unter dem Namen Issa, wenn auch der Name Jane Siberry nach wie vor hier und da auftaucht.
Jane Siberry, nunmehr Issa, ist eine Singer-Songwriterin von ganz eigener Art und mit ihrer Musik allenfalls Kate Bush vergleichbar. Einerseits sind die Einflüsse von englischer Folk Music und Country Music – vornehmlich in ihrem per Over Dub zustande kommenden Satzgesang – unüberhörbar. In der Instrumentierung der Songs wie auch in den Arrangements geht sie andererseits aber völlig eigene Wege und sprengt immer wieder die Grenzen zur Kunstmusik. Die Klänge authentischer Instrumente wie elektronischer Klangerzeuger – auch auf Software basierend – werden mitunter, so etwa auf dem Album »A Day in the Life« von 1997, zu konzeptionell durchdachten Collagen zusammengefügt. Ein Konzept liegt auch anderen ihrer Veröffentlichungen zugrunde, etwa dem Album »Lips: Music for Saying it« (1999). Die jüngeren, unter dem Namen Issa 2008 und 2009 vorgelegten Alben wirken dagegen wie Experimente mit den eigenen Möglichkeiten, ohne jede Rücksicht auf kommerzielle Erwartungen durchgeführt.



Diskografie

Unter dem Namen Jane Siberry

Jane Siberry (1981)
No Borders Here (1984)
The Speckless Sky (1985)
The Walking (1987)
Bound by the Beauty (1989)
When I Was a Boy (1993)
Count Your Blessings (1994; Holly Cole, Rebecca Jenkins, Mary Margaret O’Hara, Victoria Williams)
Maria (1995)
Teenager (1996)
A Day in the Life (1997)
Child: Music for the Christmas Season (1997)
Lips: Music for Saying It (1999)
Tree: Music for Films and Forests (1999)
Hush (2000)
City (2001)
Shushan the Palace: Hymns of Earth (2003)

Unter dem Namen Issa

Dragon Dreams (2008)
With What Shall I Keep Warm? (2009)



Weblinks

http://www.issalight.com/ (Offizielle Website der kanadischen Singer-Songwriterin Issa)
http://www.janesiberry.com/ (Offizielle Website der kanadischen Singer-Songwriterin Jane Siberry)