Miriam Makeba

Makeba, Miriam, eigentlich Zenzile Makeba, südafrikanische Pop-Sängerin, * Johannesburg (Prospect Township) 4.3. 1932, † Castel Volturno 10.11.2008.

Miriam Makeba sang ab 1954 bei der südafrikanischen Vokalgruppe Black Manhattan Brothers, dann bei der Frauengruppe The Skylarks und war nach einigen Tourneen so bekannt, dass sie 1959 eine Rolle in dem Musical »King Kong« erhielt. Zu dem Ensemble gehörte auch der Musiker Hugh Masekela, den Miriam Makeba später heiratete. Nicht zuletzt unter dem Einfluss von Masekela setzte die Sängerin sich mit den sozialen Verhältnissen in ihrem Heimatland kritisch auseinander und übernahm 1959 eine Rolle in Lionel Rogosins Anti-Apartheit-Film »Coem Back Africa«. Bei ihrer Rückkehr nach Südafrika nach Veröffentlichung des Filmes verweigerten ihr die südafrikanischen Behörden die Einreise. Auf Vermittlung Harry Belafontes erhielt sie in den USA einen Schallplattenvertrag. Einige Jahre später, 1965, erhielten sie und Harry Belafonte für das Album »An evening with Belafonte/Makeba« einen Grammy.
1967, inzwischen längst international bekannt, veröffentlichte Makeba ihren Song »Pata pata«, der es bis in die Top-Ten der us-amerikanischen Hitparaden brachte und weltweit erfoglreich war.
Als Miriam Makeba 1968 den amerikanischen Bürgerrechtsaktivisten Stokely Carmichael heiratete, wandte sich die amerikanische Öffentlichkeit von ihr ab. Makeba verließ die USA und siedelte nach Guinea über. Der Staatschef des Landes, Sekou Touré, schickte sie als Sonderbotschafterin seines Landes zu den Vereinten Nationen. Ihre Tätigkeit für Guinea war allerdings nicht gänzlich unumstritten, zumal sie sich vollkommen unter den Einfluss von Sekou Touré begeben hatte.
In diesen Jahren zog sie sich gänzlich vom Musikmarkt zurück. 1987 nahm sie die Einladung Paul Simons an, an dessen »Graceland«-Tour teilzunehmen. Nach dem Ende der Apartheit in Südafrika forderte Nelson Mandela sie 1990 auf, wieder in ihr Heimatland zurückzukehren. Seitdem trat Makeba immer wieder zu verschiedenen Anlässen auf. 2005 gab sie bekannt, in Zukunft nicht mehr öffentlich auftreten zu wollen, kehrte gelegentlich aber doch wieder auf die Bühne zurück. So trat sie am 9.11.2008 im Rahmen eines Wohltätigkeitskonzertes in Süditalien auf und erlitt auf der Bühne einen Herzinfarkt.
Miriam Makeba gilt als eine der Begründerinnen der sogenannten Weltmusik. Tatsächlich machten ihre eigenen Kompositionen wie auch Umformungen afrikanischer Volksmusik die Existenz einer afrikanischen Musik einem breiten Publikum überhaupt erst bekannt. Wenn sie auch diverse Elemente afrikanischer Musik in ihrer Musik einflocht – wie etwa die Klick-Laute der Xhosa-Sprache -, so wurde ihr die mitunter rigorose Anpassung an einen westlichen Popmusik-Geschmack durchaus auch nachteilig ausgelegt. Andererseits erhielt sie nicht zuletzt für ihre Musik den Beinamen »Mama Afrika«. Weltweit hoch angesehen, wurde sie 2002 mit dem Polar Music Price ausgezeichnet.



Auszeichnungen

2002 Polar Music Price
1965 Grammy (mit Harry Belafonte)



Diskografie

Miriam Makeba (1960)
The world of Miriam Makeba (1962)
Makeba (1963)
The voice of Africa (1964)
Makeba sings (1965)
An evening with Belafonte/Makeba (1965; mit Harry Belafonte)
The click song (1965)
All about Makeba (1966)
Malaisha (1966)
Pata pata (1967)
The promise (1974)
Country girl (1975)
Sangoma (1988)
Welela (1989)
Eyes on tomorrow (1991)
Sing me a song (1993)
Live rom Paris & Conakry (1998)
Homeland (2000)
Mama Africa: The very best of Miriam Maekba (2000)
Keep me in mind (2002)
Reflections (2004)



Weblinks

http://www.miriammakeba.co.za (Offizielle Website der südafrikanischenn Sängerin Miriam Makeba)