Sarah McLachlan

McLachlan, Sarah Ann, kanadische Sängerin (Gesang, Komposition, Text, * Halifax (Nova Scotia) 28.1.1968.

Sarah McLachlan lernte auf Initiative ihrer Adoptiveltern als Kind Klavier und Gitarre. Noch während ihrer Schulzeit trat sie als Sängerin der Rockband The October Game auf. Nach einem Konzert, dass diese Band im Vorprogramm der kanadischen Elektronik-Rockband Moev gegeben hatte, bot der Eigner des Labels Nettwerk Records ihr einen Vertrag an. Nach Einwänden der Adoptiveltern beendete Sarah McLachlan jedoch zunächst ihre Ausbildung am Nova Scotia College of Art and Design und unterschrieb den Vertrag erst dann.
1988 veröffentlichte sie auf Nettwerk ihr erstes Album. »Touch«, kommerziell auf Anhieb erfolgreich, enthielt einen zumeist sanften Folkrock, der aufgrund des Stimmklangs McLachlans eine eigene Note erhielt. Der aus dem Album ausgekoppelte Song »Vox« brachte es gar zu Hitehren.
Obwohl zwischen der Veröffentlichung von »Touch« und dem zweiten Album, »Solace« (1991), fast drei Jahre lagen, konnte Sarah McLachlan den Erfolg ihres Erstlings noch übertreffen und Bekanntheit auch über Kanada hinaus erreichen. Die folgenden Alben – vor allem »Fumbling towards ecstasy« (1993) und »Surfacing« (1997), sorgten dann für internationale Aufmerksamkeit. Für »Surfacing« konnte die Sängerin zwei Grammys entgegennehmen.
Im selben Jahr initiierte Sarah McLachlan die ausschließlich Frauen oder von Frauen bestimmten Bands vorbehaltene Festival-Reihe Lilith Fair, die zum Ausgangspunkt der Karriere vieler amerikanischer Rock- und Folkmusikerinnen wurde. Sarah McLachlan selbst veröffentlichte eine Live-CD (»Mirrorball«, 1999), trat aber auch in Konzerten und im Studio mit vielen anderen Musikern ans Mikrofon, so etwa mit Stevie Nicks, Bryan Adams, Sheryl Crow, Barenaked Ladies und Phish.
2003 veröffentlichte McLachlan wieder ein eigenes Album. »Afterglow« enthielt zehn Songs, denen die Sängerin im Verein mit Produzent Pierre Marchand beinahe durchweg eine melancholisch verträumte Atmosphäre gegeben hatte. Wenn Sarah McLachlan auch kommerziell erfolgreich blieb und sie immer wieder zusammen mit anderen Musikern auftrat, so arbeitete sie an ihrer eigenen Musik nur langsam: 2004 kam »Afterglow live« auf den Markt, 2006 wurde das komplette »Mirrorball«-Konzert veröffentlicht, 2008 erschien eine Sammlung von B-Sides und bis dahin unveröffentlichten Solitären.
Sarah McLachlan scheint auf den ersten Blick so etwas wie die nordamerikanische Fassung von Enya zu sein. Wesentlich an ihrer Musik ist die Aufbereitung, es gelingt ihr in den von Piano und verhallenden Synthesizer- und Gitarrenklängen, vor allem aber von ihrem Stimmklang und ihrer Art zu singen bestimmten Arrangements stets, die eigentliche Komposition zu einem Sarah-McLachlan-Song zu machen. Tatsächlich ist ihr Gesangsstil von der amerikanischen Folk Music geprägt und zieht man dies wie die ausgeklügelten Produktionen – an denen ihr Produzent Pierre Marchand wesentlichen Anteil hat – in Betracht, dann steht sie einer Kate Bush weit näher als jeder anderen Sängerin. In der Rock- und Popmusik nimmt sie nicht zuletzt als Spiritus Rector der Lilith-Fair-Konzertreihe eine unangefochtene, hoch angesehene Stellung ein.



Auszeichnungen

1997 Grammy in zwei Kategorien
1999 Grammy



Diskografie

Touch (1988)
Solace (1991)
Fumbling towards ecstasy (1993)
The freedom sessions (1994)
Rarities, B-Sides and other stuff (1996)
Surfacing (1997)
Mirrorball (1999)
Remixed (2001)
Afterglow (2003)
Afterglow live (2004)
Bloom (2005)
Mirrorball: The complete concert (2006)
Wintersong (2006)
Rarities, B-Sides and other stuff, vol. 2 (2008)
Laws of Illusion 82010)



Weblink

http://www.sarahmclachlan.com (Offizielle Website der kanadischen Sängerin Sarah McLachlan)