The Chieftains

Chieftains, The, irische Folkgruppe, 1962 von Paddy Moloney (Uillean Pipes, Tin Whistle) gegründet. Der Name geht auf den Titel der von dem irischen Autor John Montague (* 1929) verfassten Sammlung von Erzählungen »Death of a Chieftain« (1964) zurück.

Bandbiografie

The Chieftains gingen aus der Ende der 1960er-Jahre von dem Cembalisten Seán Óriadas gegründeten Gruppe Ceoltóirí Chuallann hervor. Zu der vielköpfigen Band gehörte Paddy Moloney, der 1962 für eine einzige LP eine kleinere Gruppe zusammenstellte, die aus ihm selbst, Martin Fay (Fiddle), Michael Tubridy (Flöten), Sean Post (Tin Whistle) und David Fallon (Bodhrán) bestand. Die Platte, später unter dem Titel »The Chieftains 1« (1963) wieder veröffentlicht, blieb für Jahre ein Einzelstück. Erst 1969 rief Moloney seine Gruppe wieder zusammen, Peadar Mercier ersetzte Fallon und als zweiter Violinist erweiterte Seán Keane die nunmehr aus sechs Musikern bestehende Gruppe; als siebentes Mitglied wurde 1973 Derek Bell (Irish Harp, Keyboards, Oboe) in die Band integriert.
Seitdem haben sich The Chieftains weltweit ein großes Publikum erarbeitet und gelten neben The Dubliners als die Gallionsfiguren der irischen Folkmusik. Die Band, die nach einigen Umbesetzungen nunmehr aus Moloney, Keane, Kevin Conneff (Bodhrán) und Matt Molloy (Flöten, Tin Whistle) besteht, hat im Laufe ihrer Karriere mehr als drei Dutzend Schallplatten veröffentlicht und auf zahllosen anderen mitgewirkt, teils komplett, teils einzelne der Musiker. Vor allem unter amerikanischen Countrymusikern sind die Instrumentalisten um Moloney hoch geachtet. Doch auch namhafte Rockmusiker wie Mick Jagger, Elvis Costello, Roger Daltrey (* 1944), Van Morrison, Mark Knopfler und Sting haben mit der irischen Gruppe zusammen gearbeitet. Über diesen Kreis hinaus standen The Chieftains mit so unterschiedlichen Musikern wie Ziggy Marley, Nanci Griffith, Tom Jones, Sinéad O´Connor, James Galway und der Band The Corrs gemeinsam im Studio oder auf der Bühne.
Die Band gilt unter ihren Zuhörern als Garant einer zwar zeitgemäßen, aber authentischen irischen Musik. Der Name ist so sehr mit Irland als Ganzem verknüpft, dass Musik der Chieftains immer dann erklingt, wenn es gilt, Irland zu charakterisieren, so etwa auch in Stanley Kubricks Film »Barry Lyndon« (1975), in dem die Gruppe mit »Women of Irleand« zu hören ist.



Diskografie

The Chieftains 1 (1963)
The Chieftains 2 (1969)
The Chieftains 3 (1971)
The Chieftains 4 (1973)
The Chieftains 5 (1975)
The Chieftains 6: Bonaparte’s Retreat (1976)
The Chieftains 7 (1977)
The Chieftains Live! (1977)
The Chieftains 8 (1978)
The Chieftains 9: Boil the Breakfast Early (1979)
The Chieftains 10: Cotton-Eyed Joe (1981)
The Year of the French (1982)
Concert Orchestra (1982)
The Chieftains in China (1985)
Ballad of the Irish Horse (1986)
Celtic Wedding (1987)
In Ireland (1987; mit James Galway)
Irish Heartbeat (1988; mit Van Morrison)
The Tailor Of Gloucester (1988)
A Chieftains Celebration (1989)
Over the Sea To Skye: The Celtic Connection (1990, mit James Galway)
Bells of Dublin (1991)
Another Country (1992)
An Irish Evening (1992)
The Celtic Harp: A Tribute To Edward Bunting (1993)
The Long Black Veil (1995)
Film Cuts (1996)
Santiago (1996)
Long Journey Home (1998)
Fire in the Kitchen (1998)
Tears of Stone (1999)
Water From the Well (2000)
The Wide World Over (2002)
Down the Old Plank Road: The Nashville Sessions (2002)
Further Down the Old Plank Road (2003)
Live From Dublin: A Tribute To Derek Bell (2005)



Weblinks

http://www.thechieftains.com (Offizielle Website der irischen Folkband The Chieftains)