The Jayhawks

Jayhawks, The, amerikanische Rockband, 1985 von Mark Olson (* 1961; Gitarre, Gesang), Gary Louris (* 1955; Gitarre, Gesang), Marc Perlman (Bassgitarre) und Norm Rogers (Drums) in Minneapolis (Minnesota) gegründet. Rogers wurde 1986 von Thad Spencer ersetzt.

Bereits 1986 konnte die Band ihr erstes Album bei dem regional agierenden Label Bunkhouse Records veröffentlichen, wenn auch ihre größere Resonanz. Fast alle Songs für »The Jayhawks« hatte Mark Olson geschrieben und der Band damit das Image einer New-Country-Band gegeben. Am zweiten Album, »Blue earth« (1989), war Louris weit stärker beteiligt, denn die Musiker hatten einfach die zwischen 1986 und 1988 entstandenen Demo-Songs zu einer CD zusammengefasst, darunter eben einige von Louris. Nach Veröffentlichung der Platte verließ Thad Spencer die Band, für ihn kam der Schlagzeuger Ken Callahan.
1991 wechselten die Musiker zum aufstrebenden Label Def American Records. Die erste bei Def American veröffentlichte CD, »Hollywood Town Hall« (1992), macht die Band einem größeren Publikum bekannt und gilt als Klassiker der Jayhawks: Straff gespielte Songs zwischen Alternative Rock und einer unsentimentalen Form von Folk und eine wenig Country. Eine weitere Klangfarbe brachte die Keyboardspielerin Karen Grotberg, die sich auch vokal beteiligte. Das 1995 gemeinsam produzierte Album »Tomorrow the green grass« verfehlte allerdings die Erwartungen von Band und Label; lediglich in Kanada konnte es die Top-40 der Hitparade erreichen. Ende 1995 verließ Mark Olson die Band, um sich mehr seiner Freundin und späteren Frau, der Folk-Musikerin Victoria Williams widmen zu können; Williams war an Multipler Sklerose erkrankt.
Die Folgen waren für The Jayhawks erheblich: Die Band, in der inzwischen der Gitarrist Kraig Jarret Johnson und der Schlagzeuger Tim O´Reagan die vakanten Posten übernommen hatten, mieden fortan die von Olson geschriebenen Songs, und Louris öffnete in den von ihm geschriebenen Songs die Musik der Band anderen Einflüssen. »Sound of lies« (19979 und vor allem das mit der Keyboard-Spielerin Jen Gunderman produzierte Album »Smile« (2000) bieten Beispiele einer vom Folk inspirierten intelligenten Popmusik. »Rainy day music«, 2003 vorgelegt, bedeutete dann zwar wieder eine Rückkehr zu den Wurzeln der Band in der jüngeren Country Music, doch gleichzeitig auch ihr Ermüden. Sie war inzwischen im Kern zu einem aus Louris, Perlman und O´Reagan bestehenden Trio geschrumpft, das für Konzerte um weitere Musiker, etwa Banjospieler und Steel-Gitarristen erweitert wurde. Gelegentlich, so für eine Tour um den Jahreswechsel 2005 und 2006, kamen auch Olson und Louris wieder zusammen, manchmal sogar die komplette Band, neue CDs allerdings gingen The Jayhawks nicht mehr an.
The Jayhawks bieten ein Beispiel, wie eine Band einige Klassiker der Rockmusik wie etwa »Waiting for the Sun«, »I´m gonna make you love me« und der – weit ab von herkömmlicher Country Music – von den durchdringenden Klängen einer elektrischen Gitarre und einer Hammond-Orgel bestimmte Song »Baby, baby, baby« veröffentlichen kann und trotzdem einem größeren Publikum weitgehend unbekannt bleibt. Trotz der häufigen Wechsel der Musiker blieb der Klang der Jayhawks über bald zwei Jahrzehnte nahezu konstant und wiedererkennbar – Olson und Louris hatten sich ihre Songs für ihre Stimmen maßgeschneidert.



Diskografie

The Jayhawks (1986)
Blue earth (1989)
Hollywood town hall (1992)
Tomorrow the green grass (1995)
Sound of lies (1997)
Smile (2000)
Rainy day music (2003)

Die CDs Live From the women’s club volume I und Live from the women´s club volume II wurden nur auf Konzerten verkauft; sie enthalten zum größten Teil Aufnahmen der Jahre 2002 und 2003.



Weblink

http://main.losthighwayrecords.com/jayhawks (Website der amerikanischen Rockband The Jayhawks bei dem Label Lost Highway Records)