Tina Dico

Dico, Tina, eigentlich Tina Dickow, dänische Popmusikerin (Gesang, Gitarre, Text, Komposition) * Åbyhøj bei Århus 14.10.1977; ihren eigentlichen Namen Dickow verwendet die Sängerin ausschließlich in ihrem Heimatland Dänemark.

Biografie

Tina Dico lernte als Jugendliche, Gitarre zu spielen und schloss sich im Alter von 15 Jahren der Band Fester Kester an. Nach einem Intermezzo als Schauspielerin in einer kurzlebigen dänischen Fernsehserie, lehnte sie weitere Filmangebote ab und widmete sich verstärkt ihrer Musik. Sie hatte zuvor schon eigene geschrieben, war damit aber nicht an die Öffentlichkeit gegangen. Als sie nun ein eigenes Stück Musik ihren Musikerkollegen bei Fester Kester zeigte, waren diese so beeindruckt von ihrer Arbeit, dass sie sei überredeten, gemeinsam an den Talentwettbewerben »Talentspot« und »Vi har scenen, har I musikken?« (dt.: »wir haben die Bühne, hast Du die Musik?«). Tina Dico konnte mit Fester Kester beide Wettbewerbe für sich entscheiden. Trotz der Erfolge entschloss sie sich, Fester Kester zu verlassen und eine eigne Band zu gründen.
Unter dem Namen Tina Dickow and Sheriff veröffentlichte sie mit ihrer Band die Single »Your waste of time«, die zumindest beim dänischen Rundfunk einigen Anklang fand. Die großen Plattenfirmen jedoch verhielten sich reserviert, und wenn sie sich interessiert zeigten, wollten sie aus Tina Dickow etwas was machen, was sie nicht war. Entnervt entschloss sie sich 2000, ein eigenes Label zu gründen, nannte es ein wenig programmatisch Finest Gramophone und veröffentlichte 2001 ihr erstes eigenes Album, »Fuel«. Im selben Jahr engagierte sie den Musikmanager Jonathan Morley. Morley half der Sängerin, als auch »Fuel« mehr oder weniger unbeachtet blieb, nach London zu wechseln und im britischen Musikgeschäft Fuß zufassen.
»Notes«, 2003 veröffentlicht, war der Reflex ihres neuen Lebens in Großbritannien, fiel aber auch in Dänemark auf. Dickow, die sich nun Dico nannte, erhielt gleich zwei dänische Auszeichnungen: »Komponist des Jahres« und »Songwriter des Jahres«.
In London hatte sie Sam Hardaker kennen gelernt, Mitglied des Trip-Hop-Duos Zero 7, der sie einlud, an der Produktion von zwei Songs ihrer CD teilzunehmen. Nach den Aufnahmen ging sie mit dem Duo auf eine weltweite Tournee. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tournee und einer weiteren EP war sie als Songwriterin nun so bekannt, dass sie bei der Schallplattenfirma Sony für die weltweite Vermarktung ihrer CDs einen Vertrag unterschreiben konnte. Während sie an dem neuen Album arbeitete, ging Sony mit BMG zusammen ging und wenig später wurde ihr Vertrag gekündigt.
2005 erschien Dicos Album »In the red« zunächst in Dänemark, im folgenden Jahr kam es auf den internationalen Markt. Die Sängerin konnte für ihr Werk weitere Auszeichnungen entgegennehmen und machte sich an die Aufnahmen zu der nächsten CD, »Count to ten« (2007).
Tina Dico stand am Anfang ihrer Karriere mit zumeist karg instrumentierten Songs in der Tradition etwa von Leonard Cohen – die Aussage des Textes stand weit über seiner musikalischen Ausgestaltung. Im Laufe weniger Jahre änderte sich das Bild: Sie fand für ihre Kompositionen auch eine adäquate Form, arbeitete an Instrumentation und Arrangement, bis manche Songs in die Nähe von Pop-Produktionen kamen.



Auszeichnungen

2004 Danish Music Award
2006 Danish Musikaward
2008 Kronprinsparrets Kulturpris



Diskografie

Fuel (2001)
Notes (2003)
In the Red (2006)
Count to Ten (2007)



Weblinks

http://www.tinadickow.dk (offizielle dänische Website der dänischen Folksängerin Tina Dickow)
http://www.tinadico.com (Offizielle englische Website der dänischen Folksängerin Tina Dico)
http://www.tinadico.de (offizielle deutsche Website der dänischen Folksängerin Tina Dico)