Angled Saddle

Angled Saddle, zusammengesetzt aus englisch angled für »gewinkelt, abgewinkelt« und englisch saddle für »Sattel«, Bezeichnung für die Ausrichtung der Brücke – englisch als saddle bezeichnet – bei akustischen Gitarren.

Bei akustischen Gitarren wird der Sattel in eine Nut im Querriegel, der als Saitenhalter dient, eingepasst. Um korrekte Intonation zu gewährleisten, muss dabei die Mensur angepasst werden, denn beim Spiel, wenn die einzelne Saite niedergedrückt wird, erhöht sich der Ton ein wenig. Abhilfe schafft der etwas »schräg« eingesetzte Sattel, bei dem die tiefen Saiten jeweils etwas länger sind, als die Mensur eigentlich vorsieht. Problematisch ist diese allgemeine Einstellung für die H-Saite, denn da das Intervall zwischen G- zur H-Saite nicht eine Quarte, sondern eine große Terz ist, müsste für diese der Winkel eine geringfügig andere Größe hat. In der Praxis wird dieses Problem mit einer Anpassung des Auflagerpunktes der Saite auf der Brücke gelöst; viele Gitarristen dürften dieses Probem indes als vernachlässigbar einstufen und ignorieren es.

Ein Angled Saddle wird bei allen Zupfinstrumenten eingesetzt, bei denen die Brücke aus einem Stück besteht und alle Saiten darüber laufen. Bei elektrischen Gitarren dagegen werden für jede Saite einzelne Brücken – dann als »Saitenreiter« bezeichnet, eingesetzt; diese Saitenreiter müssen für jede Saite getrennt eingestellt werden. Zieht man über alle Saitenreiter eine gedachte Linie, so steht auch diese Linie ein wenig schräg.

Weblink

www.lutherie.net/saddle_angle.html (Informationen über die Winklung von Brücken bei akustischen Gitarren)