Bookmatched

Bookmatched, von englisch book für »Buch« und englisch matched von match für etwa »passend, zusammenpassend«, Bezeichnung für Holzstücke, die längs aufgeschnitten spiegelbildlich nebeneinander liegend den Eindruck eines aufgeschlagenen Buches ergeben.

Die Auswahl von zwei oder mehr Holzteilen, die spiegelbildlich nebeneinander gelegt den angesprochenen Eindruck erwecken, ist besonders im Möbelbau – etwa bei zwei nebeneinander angeordneten Türen – und im Bau von Streich und Zupfinstrumenten von großer Bedeutung. Während im Möbelbau schon aus Kostengründen meist Furniere nach dieser Maßgabe ausgewählt und dann auf dem Trägerholz angeordnet und verleimt werden, sind es bei Musikinstrumenten oft massive Holzstücke, so etwa Böden von Streich- und akustischen Zupfinstrumenten. Die Decken dieser Instrumente werden im Gegensatz dazu aus einem oder mehreren Holzstücken aufgebaut, wobei Bookmatching eher die Ausnahme ist. Dagegen können bei elektrischen Gitarren und Bässen, insbesondere denen mit durchgehendem Hals, sowohl die Deck- als auch die Bodenschicht spiegelbildlich passend gestaltet sein. Die Holzstücke stammen bei jeder Art von Bookmatching von einem Stücke Holz, das in Längsrichtung aufgeschnitten wird; die Schnittflächen ergeben dann, bei nebeneinander gelegten Holzstücken, die Ansichtsseite.

Für Bookmatching kommt im Idealfall einerseits natürlich nur eine Holzart in Frage, die eine lebendige, vielleicht sogar auffällige Maserung aufweist, andererseits wird Bookmatching aber auch eingesetzt, wenn es darum geht, aus zwei Holzstücken eines zu fertigen, dass den Eindruck eines einzigen Stückes erwecken soll. Bei Streichinstrumenten wird in aller Regel Ahorn verwendet, bei elektrischen Zupfinstrumenten können es auch andere Holzarten sein; bedeutsam ist, dass die Maserung des Holzes auch nach einer Nachbehandlung sichtbar bleibt, es kommen also nur transparente Farben und Lacke in Frage.

Zwangsläufig sind Instrumente, bei denen Bookmatching eingesetzt wurde, um die Oberfläche zu gestalten, immer Einzelstücke, mag es sich bei dem Instrument selbst – beispielsweise einer elektrischen Gitarre – auch um Massenware handeln.