Drum Map

Drum Map, von englisch drum für »Trommel« und map für »Landkarte«, Liste der in einem Synthesizer vorgehaltenen Schlagzeug– und Percussion-Klängen und deren Zuordnung zu bestimmten Tasten eines Keyboards; eine gängige Drum Map, aber nicht die einzige, ist die General MIDI Drum Map.

Schlagzeugklänge – zu denen auch allerlei Klänge von diversen Percussion-Instrumenten gehören – werden über MIDI-Kanal 10 übertragen, sofern das General-MIDI-Protokoll genutzt wird. Dabei ist ab Taste H0 – das ist die erste Taste H von links auf einer 88 Tasten umfassenden Tastatur eines Synthesizers oder einer Workstation – jede Taste mit einem von insgesamt 128 perkussiven Klängen belegt. Welcher Klang welcher Taste zugeordnet ist, ist in der Drum Map abgelegt. Auf H0 beispielsweise sitzt stets die »Acoustic Bass Drum«, gleichgültig, was der jeweilige Synthesizer-Hersteller darunter versteht; ein Bass-Drum-Klang ist es in jedem Fall. Drum Maps, dann als txt-Datei, sind für Software-Sequencer (DAW) wichtig, um es dem Musiker zu ermöglichen, komplette Rhythmusspuren konstruieren zu können, die zudem auch von anderen Synthesizern und Samplern übernommen werden können.

Im Laufe der technischen Entwicklung boten und bieten Synthesizer und vor allem Workstations mehr Drum-Klänge an, als in einer GM-Drum-Map vorgesehen sind. Aus diesem Grund gibt es auch andere Drum Maps als die GM Drum Map. In der Regel allerdings lassen sich diese Geräte dennoch auf einen Stand versetzen, bei dem die internen Drum Maps mit der Gm Drum Map übereinstimmen. Da die Zahl der Schlagzeug-Klänge in gängigen Synthesizern schon kurz nach Einsetzen des General-MIDI-Standards die dort vorgesehen Zahl übertraf, wurde bei der Festlegung des GM2-Standards auf eine erweiterte Drum Map verzichtet. Für eine durchschnittliche Schlagzeug-Spur in einem Sequencer reicht die GM-Drum-Map allemal aus.