Drumpad

Drumpad,

1) runde oder quadratische Platte aus fünf bis zehn Millimeter starkem, relativ festem Moosgummi. Das Pad dient als Schlagfläche für Schlagzeugübungen, wenn reale Trommeln etwa wegen ihrer Lautstärke nicht genutzt werden können. Der so genannte Rebound – die Reaktion des Pads auf den Trommelstock und damit die Hand des Musikers – ist dem eines Trommelfelles vergleichbar, wenn auch nicht identisch.

2) als Teil eines elektronischen Schlagzeugs, einer Groove Box oder eines Synthesizers Einzelschlagfläche aus Moosgummi oder Kunststoff in runder oder auch eckiger Form unterschiedlicher Größe. Das Pad enthält eine Elektronik, die einen Schlag auf das Pad in einen elektrischen Impuls umwandelt. Dieser wiederum wird an ein Klangmodul weitergegeben, das einen einstellbaren Trommelklang erzeugt oder ein Sample abspielt. Das Pad ähnelt im Verhalten einem Trommelfell, ist eigentlich aber nur ein Trigger für das angeschlossene Klangmodul.
Die ersten Drumpads, etwa von der britischen Firma Simmons, waren hinsichtlich ihrer dynamischen Übertragungsfähigkeiten noch eingeschränkt. Im Laufe der Entwicklung vor allem elektronischer Schlagzeuge wurde einerseits die Elektronik verbessert, andererseits aber auch die so genannte Mesh-Technik eingeführt, bei der ein in die Schlagfläche integriertes, auf ein Piezo-Element wirkendes Netz nicht nur Daten über die Stärke des Anschlags, sondern auch über den Ort weitergibt.
Die in Groove Boxes und manche Synthesizer oder Keyboards integrierten Pads sind meist von einfacher Art und können auch mit den Händen direkt betätigt werden. Sie fungieren im Wesentlichen als Trigger-Schalter.