Fuzz Bass

Fuzz Bass, zusammengesetzt aus englisch fuzz für etwa »krausen, verkrausen« im Sinne von verzerren, und Bass für »Bass«, hier ist die elektrische Bassgitarre gemeint; kein spezifisches Instrument, sondern ein mit der elektrischen Bassgitarre und einem Verzerrer-Gerät (Fuzz Box) erzeugter Klangeffekt.

Dazu wird zwischen Instrument und Verstärker ein Verzerrer, also ein Distortion Pedal oder eine Fuzz Box, geschaltet. Der Einsatz des zwischengeschalteten Gerätes bewirkt eine auffällige Veränderung des Klanges des Instruments, der zwar stark dem des verzerrten Klangs einer E-Gitarre, ähnelt, aufgrund der tiefen Frequenzen aber eine frappierende Wirkung auf den Zuhörer hat.

Der Klang wurde schon wenige Jahre nach Verfügbarkeit als interessant entdeckt und von diversen Bassisten jeglicher Stilrichtung genutzt, das erste Beispiel stammt angeblich von dem Country-Musiker Marty Robbins, der es 1961 für seinen Song »Don’t Worry« einsetzte. In der Rockmusik tritt es spätestens seit Mitte der 1960er-Jahre auf, so etwa in dem Beatles-Song »Think for Yourself« (»Rubber Soul«, 1965), weitere markante Beispiele stammen von Bill Wyman (The Rolling Stones) und John Entwistle (The Who). Im Laufe der 1960er-Jahre wurde der Klang des Fuzz Basses bei vielen Bassisten so beliebt, das mit ihm viele Namen zumindest zeitweise verbunden waren: Jack Bruce, John Wetton, Lemmy Kilmister, Larry Graham, Rand Forbes (The United States of America), Jerry Scheff und weitere mehr, die den Klang gelegentlich einsetzten. Ein auffälliges Beispiel findet sich am Anfang von »The Barbarian« der britischen Gruppe Emerson, Lake & Palmer (»Emerson, Lake & Palmer«, 1970). In jüngere Zeit geriet der Fuzz Bass als Effekt ein wenig in den Hintergrund, tritt aber dann und wann immer noch auf, etwa bei einem Auftritt von Prince anlässlich der Verleihung des Billboard Music Awards 2013.

Diskografie

The Beatles: Rubber Soul (1965)
Emerson, Lake & Palmer: – (1970)
King Crimson: USA (1975; Live-Aufnahmen von 1974)