Headstock

Headstock, zusammengesetzt aus englisch head für »Kopf« und englisch stock für »Schaft«, Kopfplatte von Gitarren.

Im Unterschied zur »klassischen« Gitarre besteht die Kopfplatte einer elektrischen Gitarre und auch die von vielen Westerngitarren aus einem einfachen flachen oder mehr oder weniger stark abgewinkelten Stück Holz. Die Kopfplatte kann gemeinsam mit dem Hals aus einem Stück Holz gefertigt sein, aber auch an den Hals angesetzt – angeschäftet – sein; letztere Bauart wird besonders bei abgewinkelten Kopfplatten angewendet.

Eine Kopfplatte dieser Art bedingt, dass die Mechaniken zur Befestigung der Saiten und zu deren Stimmung eine besondere Konstruktion aufweist: Die Achse wird dabei durch die Kopfplatte gesteckt; auf den Teil vor der Kopfplatte wird die Saite gewickelt, während der Teil der hinter der Kopfplatte als Schneckengewinde ausgebildet ist. Auf dieses Gewinde arbeitet der am Zahnrad befestigte Stimmwirbel.

Kopfplatten sind entweder symmetrisch oder asymmetrisch gestaltet und bedingen dadurch zwei grundsätzliche Gestaltungsmöglichkeiten: Bei der asymmetrischen Form befinden sich die Wirbel auf einer Seite der Kopfplatte – üblicherweise ragen sie dann bei Spielhaltung der Gitarre nach oben, bei Reversed Headstock dagegen nach unten. Bei symmetrischen Headstocks werden die Mechaniken beispielsweise drei gegen drei symmetrisch verteilt. Es gibt natürlich auch diverse Mischformen, von denen die bekannteste sicherlich die der Gitarren und Bässe der amerikanischen Firma Music Man ist, bei der im Falle von Gitarren vier auf der einen, zwei auf der anderen Seite des Headstocks befestigt sind; bei Bässen sind es drei gegen einen bei viersaitigen Instrumenten. Die Kopfplatte ist bei asymmetrischer Verteilung der Mechaniken ebenfalls asymmetrisch.

Die Gestaltung der aus etwa 15 mm starkem Holz bestehenden Kopfplatten ist im Grunde frei, wurde aber gerade bei den frühen elektrischen Gitarren und Bässen herkömmlichen Instrumenten nachgeformt. So wurde die Kopfplatte des Precision-Basses und des Jazz-Basses der Firma Fender dem Schattenriss des Wirbelkopfes eine Kontrabasses nachempfunden; diese Gestaltung zeigt auch die Stratocaster-Gitarre derselben Firma, während die Kopfplatten der Telecaster-Gitarre und des frühen Precision-Basses eine etwas andere Form aufweisen. Die Headstocks der Instrumente der amerikanischen Firma Gibson dagegen folgen in ihrer äußeren Form weitgehend den klassischen akustischen Instrumenten.
Meistens werden Headstocks klar oder schwarz lackiert und obligat mit dem Schriftzug des Firmennamens und dem Namen des Instrumentes versehen. Beliebt bei Instrumentalisten sind aber auch so genannte Matching Headstocks, bei denen die Vorderseite der Kopfplatte in derselben Farbe lackiert ist, mit der der Korpus des jeweiligen Instrumentes versehen wurde.