Neck-through

Neck-through, auch neck-thru, Abkürzung von neck through the body, englisch für »Hals durch den Körper«, Bezeichnung für eine bestimmte Bauweise von elektrischen Gitarren und elektrischen Bässen.

Bei dieser Bauweise ist der Hals nicht ein einzelnes Teil, das an den Korpus mittels Schrauben befestigt oder in eine am Korpus gefräste Tasche eingeleimt wird, sondern der Hals ist gleichzeitig auch Teil des Korpus, indem er über das Griffbrett hinaus verlängert ist. Oft besteht der Hals bei dieser Konstruktion aus mehreren miteinander verleimten Streifen. Die Form des Korpus ergibt sich, in dem seitlich an den Korpusteil des Halses entsprechend geformte Holzstücke angeleimt werden. Tonabnehmer, Brücke und Saitenhalter sind bei der Neck-through-Bauweise zwangsläufig auf dem Body-Teil des Halses befestigt, so dass diesen Instrumenten ein längeres Sustain nachgesagt wird. Ein Nachteil dieser Bauweise ist ein fertigungstechnischer: Die Herstellung ist etwas komplizierter als die von Instrumenten mit separatem Hals.
Die eigentlich sinnfällige Konstruktion eines Neck-through-Instrumentes wurde erstmals von Paul Tutmarc (* 1896, † 1972) verwirklicht, der 1937 seine Audiovox 736 vorstellte, eine elektrische Bassgitarre. Auch Les Paul experimentierte mit der Bauweise, und die Firma Rickenbacker baut seit 1956 Gitarren und Bässe dieser Konstruktion.
Zwar gibt es zahlreiche Gitarren in der Neck-through Bauweise, vor allem aber sind es Bässe. Neben Rickenbacker haben auch die Firmen BC Rich, Yamaha, Ibanez, Alembic, Schecter, Carvin, ESP, gelegentlich auch Gibson, Instrumente mit durchgehendem Hals gebaut.