Pickup

Pickup, von englisch pickup für »aufnehmen«, wandelt mechanische Schwingungen in elektrische Ströme um; Pickups finden sich einerseits in Plattenspielern (Tonabnehmern), andererseits in Instrumenten wie elektrischen Gitarren, elektrischen Bässen, elektromechanischen Klavieren und Orgeln.

Tonabnehmer

Tonabnehmer einer elektrischen Gitarre, rechts und in der Mitte Single-Coil-Pickups, in der Stegposition ein aus zwei Single-Coil-Pickups zusammengesetzter Himbucker. (Fotolia)

Der Begriff Pickup wird allerdings besonders mit elektrischen Gitarren und Bässen verbunden. Elektromagnetische Pickups bestehen grundsätzlich aus einem Dauermagneten (Permanentmagnet), um den mehrere Tausend Windungen aus sehr dünnem Kupferdraht gewickelt sind; diese Wicklung ergibt eine Spule. Die Magneten erzeugen ein Feld, innerhalb dessen sich die aus magnetisierbarem Metall bestehende Saite befinden muss. Dazu wird ein Pickup stets so auf der Decke eines Instrumentes – E-Gitarre, E-Bass, usw. – befestigt, dass die Polkerne der Dauermagneten auf die Saite ausgerichtet sind. Die Saite muss wenigstens zum Teil aus magnetisierbarem Material bestehen, meist wird Stahl verwendet. Wird die Saite durch Zupfen oder Anreißen bewegt, also in Schwingung versetzt, so verändert diese Schwingung das elektrische Feld und erzeugt dabei in der Spule eine Wechselspannung. Die Wechselspannung entspricht der Frequenz der Saitenschwingung. Mit Hilfe einer Verstärker-Lautsprecher-Kombination kann die Spannung verstärkt und damit hörbar gemacht werden.

Es gibt zwei grundsätzliche Bauformen elektromagnetischer Pickups: Single-Coil-Pickups mit nur einer Spule und Humbucker-Pickups mit zwei Permanentmagneten und zwei gegensinnig gewickelten Spulen. Die Nordpole des einen Magneten sind auf die Saite ausgerichtet, während es beim zweiten Magneten die Südpole sind. Die Permanentmagneten bestehen aus Eisen, Alnico (Legierung Aluminium, Nickel,Kobalt) oder einem keramischen Material.

Single-Coil-Pickups klingen in der Regel heller, neigen aber zum Brummen; Humbucker dagegen klingen subjektiv »wärmer« und brummen erheblich weniger. Der Klang einer Gitarre oder eines Basses hängt fast ausschließlich von seinen Pickups und deren Ausgestaltung ab. Obwohl jede Gitarrenfirma ihre eigenen Pickups herstellt, gibt es Firmen, die sich auf den Bau von Pickups spezialisiert haben, so etwa Seymoure Duncan, Di Marzio und EMG.

Von der elektromagnetischen Bauform unterscheiden sich so genannte piezoelektrische Tonabnehmer grundlegend: In diesen Tonabnehmern, die besonders in akustischen Gitarren und Streichinstrumenten Verwendung finden, befinden sich ein oder mehrere Piezo-Elemente, die empfindlich auf Druck reagieren und dann eine geringe Spannung erzeugen. Piezo-Tonabnehmer sind meist in den Steg einer akustischen Gitarre eingebaut, wo der wechselnde Druck der schwingenden Saite direkt auf den Tonabnehmer wirkt. Analog zur Frequenz der Saitenschwingung produziert der Tonabnehmer eine Spannung. In besonderen Fällen werden auch elektrische Gitarren zusätzlich zu den elektromagnetischen Pickups mit einem Piezo-Tonabnehmer ausgerüstet.