Register

Register, von lateinisch registrum für »Verzeichnis«, italienisch: registro, französisch: jeu d’orgue, englisch: Stopp, Bezeichnung für eine Stimmlage wie auch für die Pfeifengruppen unterschiedlicher Klangfarbe in einer Pfeifenorgel

1) Als Bezeichnung für die Klangfarbe der menschlichen Stimme ist damit etwa Kopfstimme oder Bruststimme gemeint. Es ist also möglich, Kopfregister oder Brustregister zu sagen. Als voix mixte wird eine Mischung von Brust- und Kopfstimme bezeichnet. Der Begriff ist losgelöst von der Stimmlage – Sopran, Alt, Tenor oder Bass – und bezieht sich auf den grundsätzlichen Klang über einen größeren Tonhöhenbereich. Der Begriff wird indes nicht einheitlich verwendet, so dass etwa auch beispielsweise von »Altregister« die Rede sein kann.

Der Klangcharakter von Kopf- und Brustregister kann normalerweise klar voneinander unterschieden werden. In der Gesangsausbildung ist es daher von größter Bedeutung, den Übergang von Brust- zu Kopfregister auszugleichen, so dass der Wechsel dem Hörer nicht auffällt.

2) In der Pfeifenorgel werden komplette Pfeifenreihen gleicher Bauart und von über diesen Bereich gleicher Klangfarbe als Register bezeichnet. Einer solchen Pfeifenreihe ist am Spieltisch der Orgel ein Registerzug mit der Bezeichnung des Registers zugeordnet. Die Stimmlage des jeweiligen Registers wird durch die Länge der größten Pfeife des Registers angegeben: 16 Fuß, auch mit 16’ bezeichnet, bedeutet, dass die längste Pfeife dieses Registers 16 Fuß lang ist.

Register werden nach der Art der Tonerzeugung in Labial- und Lingualpfeifen unterschieden. Labialpfeifen sind z.B. in den Principalregistern eingebaut, Zungenpfeifen bei Registern wie Trompete, Posaune, Oboe usw. Eine Sonderstellung nehmen Register wie Mixtur ein. Bei dem Register Mixtur 3-fach beispielsweise werden durch den Druck auf eine Taste des Manuals nicht nur eine Pfeife angeblasen, sondern eben drei gleichzeitig. Dabei können die jeweils drei Pfeifen ein und denselben Ton im Oktavabstand erzeugen oder aber im Oktav-Quint-Abstand. Mixturen können bis zu 8-fach aufgebaut sein.

Der Klang eines Registers ergibt sich nicht nur aus der Art der Tonerzeugung, sondern auch aus dem Material wie der Form der Pfeife. Um die Klangfarbe eines Registers über den gesamten Tonbereich gleich zu halten, müssen die Verhältnisse von Länge und Weite der Pfeife der Tonhöhe angepasst werden. Hohe Pfeifen desselben Registers sind also nicht nur kleiner als die tiefen, sondern auch weniger weit. Register haben oft Namen existierender Einzelinstrumente. Dabei sind es in erster Linie natürlich Blasinstrumente, aber es gibt auch Streichinstrument, deren Namen sich auf den Registerknöpfen finden. Der Klang eines Orgelregisters kann allerdings um einiges vom Klang des Einzelinstrumentes abweichen.

Insgesamt gibt es fünf Gruppen von Registern: Principale, zu denen auch die Mixturen zählen, Flöten und Gedackte, Aliquote, Streicher und Zungen. Namen sind etwa Rohrflöte, Spitzflöte, Gambe, Salicional, Cello, Trompete und Oboe.