Split-Coil-Pickup

Split-Coil-Pickup, kurz auch nur Split Coil, zusammengesetzt aus englisch split für »geteilt, gespalten«, coil für »Spule« und pickup für »Tonabnehmer«, Humbucker-Tonabnehmer, bei dem die beiden Spulen nicht in Reihe geschaltet sind, sondern die Spannung quasi »zwischen« den beiden Spulen abgegriffen wird.

Der Split Coil wurde durch den Precisison Bass der Firma Fender bekannt. Hatte der erste Precision Bass noch einen Single-Coil-Tonabnehmer, so erhielt das Instrument ab 1957 den Split Coil. Äußerlich ist der Split Coil leicht zu erkennen, da er aus zwei gleich großen »Hälften« besteht, die leicht versetzt auf dem Schlagbrett des Basses befestigt sind. In jedem der rechteckigen Gehäuse befinden sich vier Magnete, je zwei für eine Saite. Die Spulen sind gegensinnig gewickelt, um vagabundierende Spannungen abzufangen, also das Brummen zu eliminieren. Tonabnehmer dieser Bauform werden von diversen Firmen als Austausch für den Bass hergestellt.
Bei Gitarren wurde der Split-Coil-Tonabnehmer sehr selten eingesetzt, ein Beispiel bietet die Comanche von G&L; bei diesem Instrument befinden sich in einem Gehäuse zwei leicht gegeneinander versetzte Gruppen von je drei Magneten. Fender selbst bot mit dem Super 55 Split Coil einen Austauschsatz Tonabnehmer für die Stratocaster-Gitarre an; deren Gehäuse sind allerdings einteilig und erwecken äußerlich den Eindruck von konventionellen Single-Coil-Pickups.


Weblink

http://www.guitarnucleus.com/wiring.html (Website mit Informationen zur Verdrahtung von Gitarren-Tonabnehmern)