Altsaxophon

Altsaxophon, Aerophon (Holzblasinstrument, Einfachrohrblatt-Instrument), Alt-Instrument innerhalb der Familie der Saxophone, die der französische Instrumentenbauer Adolphe Sax zwischen 1838 und 1842 als Instrumentenfamilie entwickelte.

Altsaxophon rechte Seite (Fotolia)

Altsaxophon rechte Seite (Fotolia)

Altsaxophon linke Seite (Fotolia)

Altsaxophon linke Seite (Fotolia)

Das aus Messing, Kupfer, Silber oder auch Kunststoff gefertigte Altsaxophon ist in Es gestimmt, das transponierende Instrument klingt eine Sexte tiefer als es notiert wird. Der Tonumfang reicht von des bis a², die Notation im Violinschlüssel somit von b bis fis³. Die häufigste Form des Instrumentes zeigt ein relativ flachwinkliges S-Rohr, das auf einem geraden, am Ende nach oben gebogenen Korpus sitzt, der wiederum in einen leicht abgebogenen Schallbecher ausläuft. Es gibt auch eine Bauform mit vorwiegend geradem Korpus, der in einen leicht nach vorn gebogenen Schallbecher übergeht.

Das Altsaxophon wurde zunächst besonders in der Militärmusik eingesetzt, fand gelegentlich auch in exponierte Stellung Verwendung im Orchester – so etwa in Maurice Ravels Bearbeitung (1922) von Modest Mussorgskis »Bilder einer Ausstellung« (1874) –, spielt aber vor allem im Jazz und in bestimmten Stilen der Popmusik wie Soul und Funk eine Rolle; auch ist das Altsaxophon das Führungsinstrument im Saxophon-Satz von Big Bands. Bedeutende Altsaxophonisten waren beziehungsweise sind Cannonball Adderley, Ornette Coleman, Steve Coleman, Paul Desmond, Charlie Mariano, Candy Dulfer, Maceo Parker, Grover Washington, David Sanborn, Karolina Strassmayer und John Zorn.