Baritonsaxophon

Baritonsaxophon, Aerophon (Holzblasinstrument, Einfachrohrblatt-Instrument), Bariton-Instrument innerhalb der Familie der Saxophone, die der französische Instrumentenbauer Adolphe Sax zwischen 1838 und 1842 als Instrumentenfamilie entwickelte.

Baritonsaxophon

Baritonsaxophon (Fotolia)

Das aus Messing gefertigte Baritonsaxophon ist in Es gestimmt, das transponierende Instrument klingt eine Oktave tiefer als es notiert wird. Der Tonumfang reicht von Des bis a1, die Notation im Violinschlüssel somit von des bis a2. Manche Baritonsaxophone sind mit einer so genannten Tief-A-Klappe versehen, mit deren Hilfe das Spiel des Tones C möglich ist. Da die Röhre des Instrumentes eine Länge von etwa 214 Zentimetern aufweist, ist es trotz eines geraden S-Bogens und eines direkt hinter dem S-Bogen mehrfach gewundenen Hauptrohres von imposanter Größe.

Das Baritonsaxophon spielt in der Kunstmusik nahezu keine Rolle und ist im Orchester nur ausnahmsweise vertreten, wenn es auch einige Kompositionen für das Instrument gibt, etwa von Paul Hindemith, Arthur Honegger und Ralph Vaughan Williams. Im Jazz gab beziehungsweise gibt es einige herausragende Solisten, so etwa Harry Carney, Sahib Shihab, Pepper Adams, John Surman und allen voran Gerry Mulligan. Die amerikanische Funk-Rockband Tower of Power wurde von dem Baritonsaxofonisten Stephen Kupka mitbegründet und verdankt ihren exzeptionellen Klang auch dem Klang des Baritonsaxophones. Gelegentlich ist das tiefe Saxophon auch im Soul verwendet worden, wo es vor allem dem Setzen von auffälligen Akzenten diente. Das Baritonsaxophon ist obligat im Saxophonquartett vertreten.