Basssaxophon

Basssaxophon, Aerophon (Holzblasinstrument, Einfachrohrblatt-Instrument), Bass-Instrument innerhalb der Familie der Saxophone, die der französische Instrumentenbauer Adolphe Sax zwischen 1838 und 1842 als Instrumentenfamilie entwickelte.

Das aus Metall gefertigte Basssaxophon ist in B gestimmt, das transponierende Instrument klingt eine klingt eine große None tiefer als es notiert wird. Der Tonumfang reicht von 1A bis des1. Die Röhre des Tenorsaxophons ist etwa 293 Zentimeter lang. Der S-Bogen verläuft ab dem Mundstück zunächst gerade, weist dann eine Biegung nach unten auf, bevor es nach einem Winkel von 180 Grad parallel zum Korpus aufwärts geführt wird und nach einer erneuten Kehre in das in das Hauptrohr mündet. Der Korpus ist am unteren Ende aufwärts gebogen und läuft in einen leicht nach vorn gekrümmten Schallbecher aus. Das Saxophon kann zwar im Stehen gespielt werden, meistens jedoch wird das Instrument wegen seines hohen Gewichtes in einem besonderen Halter auf den Boden gestellt und im Sitzen gespielt.

Das Basssaxophon gehört zu den Saxophonen, die selten zu sehen und zu hören sind, dann aber den Zuschauer seiner imposanten Erscheinung und seines mächtigen Tones wegen überraschen. In der Kunstmusik tritt das Instrument ebenso wenig auf wie in Rock oder Pop. Im archaischen Jazz hingegen wurde es hier und da als Bassinstrument der Tuba vorgezogen und auch in den Tanzorchestern der 1920er-Jahre verwendet. In jüngerer Zeit hat der deutsche Saxophonist Peter Brötzmann einige Male zum Basssaxophon gegriffen, und mit Deep Schrott gründeten die deutschen Saxophonisten Andreas Kailing, Wollie Kaiser, Jan Klare und Dirk Raulf 2010 das erste Basssaxophon-Quartett überhaupt.

Diskografie

Deep Schrott: One (2010)