Heckelphon

Heckelphon, Aerophon (Holzblasinstrument, Doppelrohrblatt-Instrument), kleine Familie von Holzblasinstrumenten, zu dem neben dem Instrument im Bariton und Bassbereich ein Piccolo-Heckelphon und ein Terz-Heckelphon gehörten.

Äußerlich ähnelt das Heckelphon dem English Horn: Wie bei diesem wird das Rohr aus Holz über einen leicht gebogenen Metall-Bogen angeblasen. Das Rohr hat eine leicht konische Form und endet in einem Liebesfuß, dessen Öffnung durch ein perforiertes Blech abgedeckt ist. Wegen der Größe und des Gewichtes des tief- tönenden Instrumentes ist es mit einem kurzen Stachel ausgerüstet, mit dem es auf den Boden abgestützt werden kann. Das tiefe Instrument ist in C gestimmt, das Piccolo-Heckelphon in F, und das Terz-Heckelphon in Es. Der Tonumfang des Bariton/Bass-Heckelphons reicht von A bis e2. Der Klang der Instrumente ähnelt stark dem der älteren Doppelrohrblattinstrumente.

Das Heckelphon erhielt seinen Namen von seinem Konstrukteur Wilhelm Heckel, dessen Firma, die Wilhelm Heckel GmbH, es 1904 vorstellte. Obwohl Richard Strauss und Paul Hindemith es im ersten Drittel des Jahrhunderts in einigen wenigen ihrer Werke berücksichtigten, fand das Instrument in keiner seiner Ausprägungen einen obligaten Platz im Orchester. In jüngerer Zeit wurde es vereinzelt etwa von Wolfgang Rihm und Hans Werner Henze eingesetzt.

Werke

Richard Strauss: Salome (1905)
Richard Strauss: Elektra (1909)
Paul Hindemith: Trio für Bratsche, Heckelphon und Klavier op. 41 (1928)
Wolfgang Rihm: Deus passus (1999)