Helikon

Helikon, von altgriechisch helix für Windung, Aerophon (Polsterzungeninstrument, Blechblasinstrument), Basstuba in einer besonderen Bauform

Das Helikon wurde etwa 1845 von dem österreichischen Instrumentenbauer Ignaz Stowasser entwickelt. Ziel war es, eine Basstuba in eine Form zu bringen, die ihre Verwendung für Militärkapellen und insbesondere die Kavallerie geeignet machte. Stowasser brachte die Röhre des Instruments in eine angenäherte Kreisform, veränderte auch die Stürze des Instrumentes, verringerte vor allem aber die Weite der Mensur der Röhre. Der Instrumentalist trägt das Helikon schräg über den Oberkörper, wobei es auf der linken Schulter ruht. So lässt sich das Bassinstrument sowohl beim Marschieren als auch auf dem Pferd leichter handhaben als die herkömmliche Basstuba. Wie die Basstuba ist das Helikon mit Ventile ausgestattet. In derselben Bauform gibt es neben einem Kontrabassinstrument auch Instrumente in höherer Lage.

Das Helikon wird bis heute vereinzelt in Deutschland, Österreich und den osteuropäischen Ländern von Militärkapellen und zivilen Marschkapellen verwendet. Die Form diente möglicherweise John Philip Sousa als Grundlage für das von ihm angeregte Sousaphon.