Kontrabassposaune

Kontrabassposaune, Aerophon (Polsterzungeninstrument, Blechblasinstrument), für den Kontrabassbereich optimierte Posaune. Zwar gab es entsprechend des damaligen Denkens in Instrumentenfamilien schon in der Renaissance Kontrabassposaunen, doch unterscheiden sich diese Instrumente in einige Details von modernen Kontrabassposaunen. So wurde in früheren Zeiten einfach das Rohr verlängert, so dass für das Betätigen des Zuges als Hilfsmittel für den weiten Auszug ein am Zug befestigter Stock benötigt. Die Kontrabassposaune geriet Ende des 17. Jahrhunderts außer Gebrauch.

Der deutsche Komponist Richard Wagner belebte das Instrument für seinen Opernzyklus »Der Ring des Nibelungen« wieder. Welches Instrument für die tiefste Stimme des vierstimmigen Posaunensatz indes genau verwendet wurde, ist nicht bekannt. Die moderne Kontrabassposaune – in F oder Kontra-B gestimmt – ist gebaut wie eine normale Posaune, jedoch weist das Rohr des Instrumentes die gleiche Länge wie das einer Bass- bzw. Kontrabasstuba auf, die Bohrung ist etwas weiter und ein oder zwei Ventile machen den Tiefbassbereich zugänglicher; bei zwei Ventilen kann es sich um Sekund- und Quintventil, Terz- und Quintventil oder auch Terz- und Quartventil handeln. Auch der Cimbasso jüngerer Bauart ist eine Kontrabassposaune.