Mellophon

Mellophon, auch Melophon oder Mellophonium, Aerophon, (Blechblasinstrument, Polsterzungeninstrument), von altgriechisch mellos: süß, weich, und altgriechisch phonein: klingen, tönen; das Mellophon gehört zu den Bügelhörnern.

Mellophon

Mellophon (Fotolia)

Das Instrument findet besonders in der Militärmusik Großbritanniens und der USA Verwendung, wo es an die Stelle der beim Gehen unpraktisch zu handhabenden Waldhörner tritt. Das relativ große Mellophon – seine Stürze ist mit einem Durchmesser von über 20 cm größer als die einer Posaune – wird dabei wie eine Trompete gehalten, also mit der Stürze nach vorn, in Marschrichtung. Ebenfalls wie eine Trompete ist das Mellophon mit drei Pumpventilen ausgestattet. Die übliche Bauform des Mellophons ist an den der Trompete angelehnt, das Rohr beschreibt also in etwa ein Oval. Davon abweichend baute die amerikanische Firma Conn etwa von Ende der 1950er- bis Ende der 1970er-Jahre auch ein Instrument, dessen Rohr in eine Kreisform gebracht wurde. Diese Instrumente verwendete etwa der amerikanische Bandleader Stan Kenton für seine vom so genannten Third Stream beeinflussten Big Bands.

Das Mellophon ist in F oder Es gestimmt, auch gibt es Instrumente in G und B. Der Tonumfang reicht beim Mellophon in F von etwa fis bis c2. Zu den Bügelhörnern gehört es aufgrund seiner weiten, konischen Mensur und des in der Regel verwendeten Mundstückes: Wie die Trompete wird das Mellophon mit einem Kesselmundstück gespielt, wenn es auch die Möglichkeit gibt, mittels eines Adapters ein Horn-Mundstück zu verwenden.

Das Instrument spielt wie alle Bügelhörner in der traditionellen Kunstmusik keine Rolle, ebenso wenig in Jazz oder Rock. Vielmehr wird es in der Militärmusik und besonders von den in den USA populären Marching Bands verwendet. Wie der Name andeutet, ist sein Ton weich, ein wenig füllig und erinnert tatsächlich an den eines Hornes.