Sopransaxophon

Sopransaxophon, Aerophon (Holzblasinstrument, Einfachrohrblatt-Instrument), Sopran-Instrument innerhalb der Familie der Saxophone, die der französische Instrumentenbauer Adolphe Sax zwischen 1838 und 1842 als Instrumentenfamilie entwickelte.

Sopransaxophon

Sopransaxophon (Fotolia)

Das aus Messing, Kupfer oder gefertigte, etwa 65 Zentimeter lange Sopransaxophon ist in B gestimmt, das transponierende Instrument klingt eine große Sekunde tiefer als es notiert wird. Der Tonumfang reicht von as bis es3, wenn das Instrument mit der so genannten Hoch-Fis-Klappe ausgerüstet ist, kann auch e3 gespielt werden. Die Notation im Violinschlüssel somit von b bis f3 (fis3).

Es gibt zwei Bauformen: In gerader einteiliger Form weist das Instrument eine gewisse Ähnlichkeit mit der Klarinette auf und wird unbeschadet der Tatsache, dass das Sopransaxophon gänzlich aus Metall besteht, mitunter mit dieser verwechselt. Bei manchen Instrumenten kann der S-Bogen – den es in gerader oder leicht gewinkelter Form gibt – von der Hauptröhre abgenommen werden. Eine zweite, seltenere Bauform ähnelt stark der des Alt-Saxophons, wenn auch mit weniger stark gewinkeltem S-Bogen.

Das Sopransaxophon wird trotz seines charakteristischen Klanges nicht im Orchester verwendet, sondern wurde zunächst in der Militärmusik eingesetzt, dann als solistisches Instrument im Jazz. Einer der Pionier des Instrumentes war der Saxophonist Sydney Bechet. Andere Saxophonisten wechselten gelegentlich alternativ auf das Sopransaxophon, so etwa John Coltrane, Wayne Shorter, Dexter Gordon, Branford Marsalis und Jan Garbarek. Das Instrument gehört obligat zum Saxophonquartett.