Vuvuzela

Vuvuzela, Aerophon (Polsterzungeninstrument); der Name des aus Südafrika stammenden Instrumentes – das umgangssprachlich als »Tröte« bezeichnet werden kann – ist ein Kunstwort, das Elemente einer Bantusprache und onomatopoetische Elemente vereinigt.

Vuvuzela

Vuvuzelas (Fotolia)

Das zwischen 60 und 70 Zentimeter lange, gerade Instrument verfügt über eine relativ weite Mensur mit recht unregelmäßig konischem Verlauf, gehört also zu den Hörnern. Manche Vuvuzelas sind aus drei Teilen zusammengesetzt, auch können Ösen für die Befestigung eines Tragegurtes Teil des Instrumentes sein. Ursprünglich wurden Vuvuzelas ohne feste Vorgaben aus Blech (verzinktes oder verzinntes Eisenblech) hergestellt. Seit Anfang der 1990er-Jahre gibt es eine industrielle Fertigung der Instrumente, die seitdem in vielen Farben aus Kunststoff (Polyäthylen) angefertigt werden und deshalb eine einheitliche Form erhielten.

Der Ton der Vuvuzela, die mittels eines direkt angeformten Mundstückes – annähernd ein Kesselmundstück – angeblasen wird, ist sehr laut, durchdringend und neigt aufgrund des wenig stabilen Materials zu einem kaum kontrollierbaren »Schmettern«.

Die Vuvuzela ist kein Musikinstrument im engeren Sinn, sondern gehört in die Gruppe der Signalhörner, wegen seiner obligaten Verwendung durch Zuschauer bei Fußballspielen könnte man es auch als die stilisierte Form einer »Kriegstrompete« bezeichnen. Ob mit einer oder mehreren Vuvuzela sinnvoll musiziert werden kann, müsste geprüft werden.