Groovebox

Groovebox, zusammengesetzt aus englisch groove für »Rille, Spur« und box für »Schachtel«, Elektrophon (Musikinstrument mit elektronischer Tonerzeugung). Der Namensteil groove geht auf die musikalische Bedeutung des Begriffs zurück; den Begriff selbst führte der japanische Musikinstrumenten-Hersteller Roland 1996 ein.

Grooveboxes stellen im einfachen Falle eine Kombination aus einem einfachen Synthesizer, einem Drum Computer und einem Sequencer dar. Avancierte Geräte verfügen auch über auf Samples beruhenden Klängen – die teilweise auch vom Musiker selbst in den Speicher des Gerätes geladen werden können – und über eine mehr oder weniger große Anzahl an Effekten wie Delay (Hall, Chorus, Echo) und Spielhilfen wie Arpeggiator und einen Low-Frequency-Filter. Grooveboxes ermöglichen komplette Produktionen und sind aufgrund ihres Klangs und ihrer relativ leichten Handhabbarkeit vor allem in jüngeren Dance-Stilen wie Techno, Hiphop und House sehr beliebt, nicht zuletzt im Live-Betrieb. In der Regel bieten Grooveboxes auch einen Vorrat an Presets sowohl für Klänge als auch für Rhythmus-Patterns an.
Als Prototyp der Groovebox zählt die 1996 von Roland 1996 unter der Bezeichnung MC-303 auf den Markt gebrachte Groovebox. Seitdem haben außer Roland auch etwa die japanischen Firmen Akai, Korg und Yamaha derartige Geräte auf den Markt gebracht. Es gibt auch Software für PC, die Grooveboxes – teils in fotorealistisch nachempfundenem Design – nachahmt.



Literatur

Souvignier, Todd: Loops and Grooves: The Musician’s Guide to Groove Machines an Loop Sequnecers; Milwaukee 2003
Bremer, Harm: Grooveboxen im Techno-Liveact; Osnabrück 2007