Modulsynthesizer

Modulsynthesizer, Bauform früher Synthesizer etwa von Moog und ARP; die Bauform ist bis heute üblich, und entsprechende Instrumente werden etwa von der deutschen Firma Doepfer hergestellt.

Die Idee eines Modulsynthesizers besteht darin, den musikalischen Parametern Tonhöhe, Obertonverlauf und Lautstärkeverlauf je eine in sich abgeschlossene Baugruppe, ein so genanntes Modul, zuzuordnen. Diese Hauptmodule werden als VCO (Voltage Controlled Oscillator), VCF (Voltage Controlled Filter) und VCA (Voltage Controlled Amplifier) bezeichnet. Diesen Hauptmodulen werden Hilfsmodule wie LFO (Low Frequency Oscillator) und ADSR-Generator (Hüllkurvengenerator) zugeordnet, die Spannungen zu deren Steuerung erzeugen. Die Module werden zumeist in einem 19-Zoll-Gehäuse untergebracht. Die Module sind innerhalb des Gehäuses nicht miteinander verbunden, sondern vollkommen unabhängig. Um die Module nutzen zu können, müssen sie untereinander mit so genannten Patch-Kabeln verbunden werden. Da es keine unumgänglichen Vor-Verkabelungen gibt, sind Modulsynthesizer zwar sehr flexibel in der Handhabung, erlauben jedoch kaum einen spontanen Wechsel des Klangs. So war das Instrument in erster Linie für den Einsatz im Studio gedacht, nicht jedoch für den auf der Bühne. Dennoch gab es einige Musiker, die auch im Konzert den Modulsynthesizer benutzten. Der britische Organist Keith Emerson gilt als erste Rockmusiker, der einen Modulsynthesizer auf der Bühne einsetzte.
Sowohl Moog als auch ARP boten eine Vielzahl von Modulen an, die interessierte Musiker nach Gutdünken in beliebiger Anzahl zusammenstellen konnten. Synthesizer-Module dieser Art werden nach wie vor gebaut, wobei sich Firmen wie etwa Doepfer nach den Maßgaben der früheren Instrumente richten.