Rompler

Rompler, englisch, Kunstwort aus ROM für »Read Only Memory« und Sampler, Elektrophon, elektronisches Musikinstrument in Form eines Rack-Gerätes; ein Rompler dient dem Abspielen von in dessen ROM gespeicherten Klänge authentischer Instrumente.

Rompler werden nicht mit einer Tastatur ausgerüstet, sondern werden über MIDI mit einem Computer und entsprechender Software – etwa einer DAW – oder mit einem Masterkeyboard verbunden und von diesen angesteuert. Im ROM der Geräte ist eine mehr oder weniger große Anzahl von Samples gespeichert. Es ist nicht möglich, das Gerät selbst zum Samplen zu nutzen, doch können in der Regel die Klänge eines Romplers quasi »von außen« ausgetauscht, bzw. durch eine Vergrößerung des ROM-Speichers deren Zahl erweitert werden. Einer der bekanntesten Rompler war Ende der 1987-Jahre der Rompler U-110 der japanischen Firma Roland.
Die Geräte selbst sind mittlerweile nicht mehr zeitgemäß, da viel Synthesizer, Workstations, Drum-Computer und Expander eine Sektion enthalten, die im Grunde einem Rompler entspricht, deren Möglichkeiten aber weiter über die eines bloßen Romplers hinausgehen. Die Ursache für diese Entwicklung ist vor allem darin zusehne, dass Halbleiterspeicher im Laufe der Entwicklung größerer Kapazitäten zu einem relativ geringe Preis boten. Auf diese Weise war es möglich, von vornherein eine große Anzahl von Samples etwa in einer Workstation bereit zu halten und mittels entsprechender Software – oft im Gerät eingebaut – kombinieren und verändern zu können. Dies war mit den früher üblichen Romplern nicht möglich.