Instrumente der Rockmusik

Instrumente der Rockmusik, Instrumente die in der Rock- und Popmusik verwendet werden.

Die hauptsächlichsten und traditionsreichsten Instrumente des Rock sind Zupf- und Schlaginstrumente wie Gitarre, Bassgitarre und Schlagzeug. Auch das Klavier gehört seit den 1950er-Jahren zu den in der Rockmusik verwendeten Instrumenten. Anfang der 1960er-Jahre kam die elektro-mechanische Orgel (Hammond-Orgel) hinzu, deren Klang sich von den »psychedelischen« Jahren, aber auch etwa vom Baroque Rock kaum trennen lässt. Elektrisches Klavier, Blech- und Holzblasinstrumente ergänzten im Zuge der Jazzrock-Strömung um 1970 das Rockinstrumentarium. Von den Holzblasinstrumenten wurde am frühesten das Saxophon in die Rockmusik eingeführt, später kam die Querflöte (die in der Regel gar nicht aus Holz besteht) hinzu, während Oboe, Englisch Horn und Klarinette im Rock nur selten Verwendung finden. Von der energischen Erweiterung der ehemals vorwiegend aus Staccato-Klängen bestehenden Klangwelt der Rockmusik zeugt die Heranziehung von Streichinstrumenten (Violine, Viola, Violoncello, Kontrabass) und deren Legato-Spiel etwa seit Mitte der 1960er-Jahre. Von den Instrumenten, die im Zusammenhang mit dem Indien-Kult der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre Aufnahme in die Rockmusik fanden, ragt das Sitar hervor; weitere, ursprünglich exotische Instrumente gelangten mit zunehmender kommerzieller Bedeutung der Weltmusik in die Rockmusik; lange eingebürgert sind die Schlaginstrumente der Latin-Percussion (Conga, Bongo, Maracas, Marimba). Die meisten dieser Instrumente kommen sowohl in ausschließlich akustischer Schallübertragung wie mit elektrischer Verstärkung vor. Beim Gitarrentypus ist dabei die elektrische Klangübertragung die Regel; der Verstärker und der Lautsprecher ist dabei als Teil des Instrumentes anzusehen. Ihr Klang wird gewöhnlich durch Effektgeräte wie Wah-Wah-Pedal, Phasing, Echo und Hallgerät verändert.

Besteht die Musik ausschließlich aus elektrisch erzeugten Klängen – etwa mit einem Synthesizer erzeugt-, so handelt es sich um elektronische Musik. Instrumente, deren Schwingungen mechanisch entstehen, jedoch elektrisch übertragen werden, nennt man zweckmäßigerweise elektrische oder elektroakustische Instrumente. Diese und elektronische Musik zusammen ergeben eine halbelektronische Musik.

In einem Zwischenbereich befinden sich ihrem Wesen nach Sampling-Geräte (Sampling). Zwar geben sie letzten Endes Klänge von authentischen Musikinstrumenten wieder, der ursprüngliche Instrumentalton dient aber nur als Vorlage für stets neue Berechnungen weiterer Klänge. Der letztlich zu hörende Ton ist also ein elektronisch erzeugter Ton.

Literatur

Bacon, Tony (Hg.): Rock Hardware. The Instruments, Equipment and Technology of Rock; London 1981