Epiphone Guitar Company

Epiphone Guitar Company, zunächst griechische, dann amerikanische Firma zur Herstellung von Saiteninstrumenten, 1873 in Smyrna, heute Izmir, von Anastasios Stathopoulos gegründet; die Epiphone Guitar Company gehört seit 1957 zur Gibson Guitar Corporation.

Stathopoulos baute in seiner Werkstatt zunächst einfache Violinen und Lauten. 1903 wanderte er mit seiner Familie in die USA aus und gründete im Stadteil Queens, New York, wieder eine Werkstatt. Nach seinem Tod im Jahre 1915 führte sein Sohn Epaminondas Stathopoulos die Werkstatt weiter – bald unter dem Namen »The House of Stathopoulos« – weiter und baute das Angebot behutsam aus. Hatte die Firma in den USA schon mit der Fertigung von Mandolinen begonnen, so wurden nun auch Banjos angeboten; bereits 1924 bildeten die Banjos eine eigene Gruppe verschiedener Modelle im Programm der Firma, die sich 1928 deshalb den Namen »Epiphone Banjo Company« gab – der Name wurde aus dem Spitznamen Epaminandos Stathopoulos »Epi« und dem griechischen Wort für tönen, klingen »phonein« gebildet. Im selben Jahr nahm Stathopoulos Unternehmen auch die Fertigung von Gitarren auf. Als Epaminandos 1943 starb, übernahmen seine Brüder Orphie und Frixo die Firma. Ein langwieriger Streik im Jahre 1951 führte dazu, dass die beiden Brüder den Sitz des Unternehmens von NewYork nach Philadelphia verlegten. 1957 kaufte die Gitarrenfirma Gibson Epiphone, eine folgerichtige Entscheidung, denn Epiphone hatte sich mit seinen Instrumenten stets an der alteingesessenen amerikanischen Firma orientiert und war zu ihrem stärksten Konkurrenten geworden.
Wenn auch Epiphone im Laufe der Unternehmensgeschichte diverse verschiedene Zupf- und Streichinstrumente, von der Laute über die Mandoline und die Banjos bis hin zu Kontrabässen, gebaut hatte, so wird der Name dennoch mit akustischen und vor allem elektrischen Gitarren verbunden. Zu diesen gehören etwa die Blackstone,die Sheraton und die Sheraton II, die Emperor, Deluxe und Triumph, die Broadway, die Casino und die Wilshire, die Cortez,die Sorrento und die Texan, die Imperial-Serie; Epiphone stellt gleichermaßen Hollow-Body- und Solid-Body-Gitarren wie semiakustische Gitarren her, doch haben vor allem die Arch-Top-Gitarren zum Renommee der Firma beigetragen.
Instrumente unter dem Namen Epiphone ließ Gibson an verschiedenen Produktionsorten bauen, zunächst ausschließlich in den USA, dann auch in Japan – wo eine für den japanischen Markt vorbehaltene Produktlinie aufgebaut wurde -, und schließlich in Korea, wo der Konzern Samick Partner von Gibson wurde und diverse Gitarren baute,die denen von Gibson und Epiphone ähnelten, aber einfacher ausgestattet waren und daher kostengünstiger produziert werden konnten. Bis 2012 wurden unter dem Namen Epiphone auch Gitarrenverstärker hergestellt und verkauft. In jüngerer Zeit werden unter dem Namen Epiphone auch preisgünstige Nachbauten der klassischen Gitarren und Bässe von Gibson angeboten, etwa Les-Paul-, Flying-V-, Thunderbird- und SG-Modelle.
Im Laufe der Jahrzehnte seit der ersten Gitarre, die Epiphone vorstellte, haben viele Jazz- und Rockmusiker Instrumente der Firma gespielt, etwa Al Caiola, Joe Pass, Les Paul – er benutzte allerdings eigene Tonabnehmer -, Paul McCartney, John Lennon, George Harrison, The Edge von U2, Ace Frehley, Noel Gallagher, John Lee Hooker, Brian Jones, Alex Lifeson, Paul Weller, NancyWilson, Zakk Wylde, Roben Ford, und Dwight Yoakam.


Literatur

Carter, Walter: The Epiphone Guitar Book: A Complete History of Epiphone Guitars; Milwaukee 2012


Weblinks

http://www.epiphone.com (Offizielle Website der amerikanischen Gitarrenfirma Epiphone)
http://www.epiphonewiki.com (Website mit diversen Informationen zu Epiphone-Gitarren)