Giovanni Paolo Maggini

Maggini, Giovanni Paolo, italienischer Violinbauer, * Botticini Sera (bei Brescia) 25.8. 1580, † 1632 Brescia

Maggini lernte das Handwerk des Geigenbaus bei Gasparo da Salò und ist neben seinem Lehrer der bedeutendste Vertreter der so genannten Brescia-Schule des italienischen Violinbaus. Zu Beginn seiner beruflichen Selbständigkeit hielt er sich noch weitgehend an die Maßgaben da Salòs. So sind seine Instrumente recht groß und besonders die obere Hälfte zeigt eine ausgeprägte rundliche Form. Die Schnecken der von ihm gebauten Violinen haben mitunter nur eineinhalb Windungen statt der gängigen zwei, die Zargen sind relativ niedrig und frühere Exemplare weisen stärker gewölbte Decken und Böden auf als spätere. Die in seinen späteren Lebensjahren gebauten Instrumente gelten als seine besten. Sie legen Zeugnis von einer sorgfältigen Holzauswahl ab, haben eher große f-Löcher und wurden auf der Rückseite mit wechselnden Ornamenten verziert wie auch die Linien auf der Decke nicht wie meist üblich einfach, sondern doppelt geführt sind. Insgesamt sind sechzig Violinen neun Bratschen, zwei Violoncellos und ein Kontrabass bekannt, die aus seiner Hand stammen; auch baute er einige Violen.
Es gibt eine große Anzahl von Fälschungen, die als Originalinstrumente Magginis ausgegeben wurden. Auch wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Kopien seiner Violinen angefertigt. Echte Violinen Magginis dagegen sind selten und erreichen auf dem Markt – wenn überhaupt angeboten – sehr hohe Preise.