Guarneri

Guarneri, auch Guarnieri oder Guarnerius, Geigenbauerfamilie im Italien des 17. und 18. Jahrhunderts, ansässig in Cremona; der bedeutendste Geigenbauer der Familie war Giuseppe Guarneri. Weil er auf seinen Geigenzetteln das Christusmonogramm IHC für Iesum Habemus Socium verwendete, erhielt er den Beinamen »del Gesú«.

Stammvater der Familie war Andrea Guarneri (* vor 1626, † 1698), der wie wahrscheinlich auch Antonio Stradivari in der Werkstatt Nicolò Amatis das Handwerk des Geigenbauers lernte. Er gab sein Wissen an seine Söhne Pietro Giovanni (* 1655, † 1720) und Giuseppe Giovanni Battista (* 1666, † 1739) weiter. Giuseppe Giovanni Battista Guarneris Sohn Giovanni Guarneri (* Cremona 21.8. 1698, † Cremona 17.10. 1744) wiederum war Schüler seines Vaters, übertraf aber bald seine Vorfahren an Kunstfertigkeit und ist neben Stradivari der bedeutendste Geigenbauer überhaupt.
Giovanni Guarneri hat ausschließlich Violinen gebaut, von denen etwa 200 erhalten blieben. Wie viele Instrument Stradivaris erheilten auch Guarneris Violinen Beinamen, Niccolò Paganini etwa spielte die als »The Cannon« bekannte Violine; das Instrument wurde von Paganini der Stadt Genf geschenkt, die es gelegentlich für Aufnahmen zur Verfügung stellt.



Diskografie

Niccolò Paganini: Played on Paganini’s Violin; Orchestra del Teatro Carlo Felice di Genova, Dirignet und Solist: Massimo Quarta (2000)