Hotteterre

Hotteterre, gelegentlich auch Haulteterre, französische Musikerfamilie, deren Mitglieder im 17. und 18. Jahrhundert bedeutend für den Musikinstrumentenbau, insbesondere den Bau von Holzblasinstrumenten waren.

Auf die Hotteterres, besonders auf den Drechslermeister und Instrumentenbauer Jean de Hotteterre, geht die Ausformung von Holzblasinstrumente wie Blockflöte, Querflöte, Oboe und Fagott zurück, die zum Teil bis heute Gültigkeit haben. So wurde in den Werkstätten der Hotteterres mit einer Veränderung der Mensur der Instrumente experimentiert und die Röhre wurde in mehrere Teile zerlegt. Resultat dieser Arbeit war, das der Tonumfang der Instrumente auf mehr als zwei vollständige Oktaven gesteigert werden konnte und sie damit für solistische Aufgaben brauchbar wurden.

Jacques-Martin Hotteterre (* 1674, † 1763), der vermutlich wegen eines Studienaufenthaltes in Rom den Beinamen »Le Romain« trug, war Musiker am französischen Hof, komponierte für Querflöte und Blockflöte, schreib vor allem aber einige grundlegende Lehrbücher über das Spiel der Instrumente. Dazu gehören »Principes de la flûte traversière« (1707), »L’art de préluder sur la flûte traversière« (1719) und »Méthode pour la Musette« (1737).