Yamaha Corporation

Yamaha Corporation, japanischer Hersteller von Musikinstrumenten, Teil des 1897 von Torakusu Yamaha (* 1851, † 1916) in Hamamatsu gegründeten Yamaha-Konzerns; das Markenzeichen der Firma sind drei Stimmgabeln.

Torakusu Yamaha hatte seit 1887 zunächst Harmonium-Instrumente repariert, dann mit dem Bau dieser Instrumente begonnen und 1897 die Aktiengesellschaft Nippon Gakki Seizo K.K. (deutsch: Japanische Musikinstrumentenproduktion) gegründet, bis heute Teil des Mischkonzerns Yamaha. Zunächst wurden Harmoniums gebaut, doch erweiterte Yamaha schnell die Palette der Produkte. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts baute die Firma zunächst Klaviere (ab 1902), dann auch Flügel (ab 1904), später auch andere Musikinstrumente wie Gitarren und Mundharmonikas. Daneben wurden auch Phonographen gefertigt.
1954 gründete Yamaha einerseits die Yamaha-Musikschulen – die ein neuartiges Konzept des Gruppenunterrichts verfolgten -, andererseits stellte die Firma das erste Motorrad aus eigener Produktion vor; der Erfolg des Zweirads führte 1955 zur Gründung des Tochterunternehmens Yamaha Motors.
Mit der Ausweitung der Unternehmensaktivitäten auf den Weltmarkt wurden weitere Produkte in den Katalog aufgenommen, neben HiFi-Elektronik und Sportgeräten waren das vor allem Musikinstrumente, zunächst Blasinstrumente, dann Schlaginstrumente, elektronische Orgeln, elektromechanische und elektronische Klaviere. 1974 kamen Synthesizer und Studioelektronik hinzu. Der 1983 vorgestellte Synthesizer DX7, dessen Tonerzeugung auf der FM-Synthese beruht und der in Teilen digital arbeitet, erwies sich als starke Konkurrenz zu den seinerzeit noch dominanten amerikanischen Synthesizern und prägte mit seinem eigenständigen Klang die Rock- und Pop-Musik der 1980er-Jahre, leitete aber auch die Digitalisierung der Synthesizer ein.
1987 wurde die Firma in Yamaha Corporation umbenannt. Mittlerweile stellte das Unternehmen neben Musikinstrumenten diverse andere Produkte her, darunter auch Industrieroboter und CD-Recorder. Nach der Jahrtausendwende übernahm Yamaha 2007 das österreichische Klavierbauunternehmen, 2009 Kemble & Co., ein britischer Hersteller von Klavieren. Eine bestehende Beteiligung von 24,99% an der deutschen Klavierbaufirma Schimmel wurde 2009 im Zuge des Insolvenzverfahrens der Firma aufgegeben.
Neben Tasteninstrumenten aller Art baut Yamaha Blechblasinstrumente, Holzblasinstrumente (Flöten, Saxophone), akustische und elektrische Gitarren, Drums und Studioelektronik; auch die Musik-Software der früheren deutschen Firma Steinberg gehört seit 2004 zu diesem Unternehmensbereich. In weiteren Unternehmen werden HiFi-Geräte, Motorräder, Quads, Boote und Bootsmotoren, Industrieroboter und Messgeräte hergestellt.
Yamaha beschäftigt mehr als 25 000 Mitarbeiter weltweit und setzte 2009 über 450 Milliarden Yen um.