Dulcimer

Dulcimer, Saiteninstrument (Chordophon), ursprünglich die englische Bezeichnung für das Hackbrett; der Name geht auf lateinisch dulce melos: süßer Ton zurück.

Im Allgemeinen wird mit dem Begriff Dulcimer eine amerikanische Zither belegt, die auch als Appalachian Dulcimer, Kentucky Dulcimer oder Mountain Dulcimer bekannt ist. Es handelt sich um einen Abkömmling des mitteleuropäischen Scheitholzes. So besteht auch der Dulcimer aus einem flachen lang-ovalen Kasten – mitunter mit eingeschnürter Taille – von bis zu einem Meter Länge, auf dem ein Griffbrett direkt angebracht ist. Von den drei bis fünf Saiten aus Messingdraht – die z.B. auf D-d-a gestimmt werden –, wird meist nur die höchste für das Melodiespiel benutzt, die anderen fungieren als Bordunsaiten. Die Bünde sind in den Korpus eingearbeitet und erlauben nur ein diatonisches Spiel; es gibt aber auch Instrumente mit Bünden für einige Halbtonschritte. Ein akkordisches Spiel ist wegen der geringen Saitenzahl und der vorgegebenen Stimmung in Grenzen möglich, wird jedoch selten eingesetzt. Zum Spiel wird der Dulcimer auf einen Tisch gelegt oder ruht auf den Oberschenkeln des Spielers. Mit der Griffhand verkürzt der Spieler den klingenden Teil der Saiten entweder mit den Fingern oder mittels eines kurzen Holzstabes; letztere Spielweise ermöglicht beliebige Intervalle. Mit der Spielhand werden die Saiten entweder mit den Fingern oder aber einem Plektron, früher auch mit einem Federkiel, angerissen. Das Instrument wird vor allem in der Volksmusik verwendet, sein Klang ist zwar leise, jedoch von sanfter Schönheit.