Monochord

Monochord, zusammengesetzt aus altgriechisch monos für »eins, einzeln« und chorde für »Saite«, Musikinstrument, das vorrangig dazu dient, einige akustische Gesetze zu demonstrieren; auf dem Monochord basieren Streich- und Zupfinstrumente.

Ein Monochord besteht aus einem etwa einen Meter langen rechteckigen Resonanzkasten, über den in Längsrichtung eine einzelne Saite gespannt ist. Die Saite wird über zwei Stege geführt. Ein dritter Steg kann zur Abteilung der Saite frei unter dieser platziert werden. Auf den dritten Steg wurde mitunter verzichtet und stattdessen für den gleichen Zweck ein kleiner Stab aus Holz verwendet. Eine auf die Decke des Resonanzkastens gemalte Skala gab die exakten Teilungspunkt der Saite, gleichzeitig die Tonnamen an.

Das Monochord wurde bereits in der Antike seit dem 5. Jahrhundert v. Chr. verwendet; als Erfinder des Instrumentes gilt Pythagoras. Boethius beschrieb es in seiner Schrift »De institutionae musica« (um 500) und im 10. Jahrhundert n. Chr. war es einerseits Instrument der Musiklehre, diente andererseits aber auch ganz praktisch der Unterweisung im Gesang. Das Monochord gilt als Vorfahre von Instrumenten wie Clavichord, Trumscheit und Scheitholz.

In erster Linie lässt sich mit einem Monochord aber der Zusammenhang von Saitenlänge und Frequenz demonstrieren; die Teilung der Saite in ganzzahlige Verhältnisse ergibt die Intervalle.