Reibtrommel

Reibtrommel, auch Brummtopf oder Rummelpott, Membranophon, Effektinstrument, das in verschiedenen Formen auf der ganzen Welt verbreitet ist.

Im Prinzip ist eine Reibtrommel tatsächlich wie ein Trommel gebaut: Ein zweiseitig  offener Hohlkörper aus Holz, Ton, Metall oder anderem Material ist auf einer Seite mit einer Membran – beispielsweise aus Tierhaut – verschlossen. Im Inneren des Gefäßes ist an der Membran mittig ein Stab oder auch ein Faden angebracht. Der Spieler hält die Reibtrommel in der Armbeuge und legt eine Hand außen auf die Membran. Mit der anderen Hand ergreift er den Stab (Faden) im Inneren und zieht an ihm, dabei mit den Fingern am Stab entlanggleitend. Die Bewegung überträgt sich auf die Membran, die dabei brummende und knurrende Geräusche erzeugt. Die Brummtöne können zur rhythmischen Begleitung genutzt werden, mit einiger Übung ist es aber möglich, durch wechselnden Druck auf die Membran Töne unterschiedlicher Höhe zu erzeugen.

Reibtrommeln werden auch in der Volksmusik als Effektinstrument genutzt. Bernd Alois Zimmermann gab dem Instrument in seiner Oper »Die Soldaten« (1965) einen kleinen Part. Gelegentlich ist die Reibtrommel auch als Perkussionsinstrument in lateinamerikanischer Musik zu hören.