Celesta

Celesta, italienisch »himmlisch«, Metallophon (Idiophon), bei dem die zur Tonerzeugung eingesetzten Metallplatten mittels Tasten angeschlagen werden.

Das Instrument besteht aus einem dem Klavier ähnlichen Gehäuse, in das ein Metallstabspiel von vier Oktaven (c1-c5) eingebaut ist. Frühere Instrumente verfügten über 5 Oktaven (c-c5), doch sprachen die Platten der tiefen Oktave schlecht an und wurden deshalb aufgegeben. Später wurden einige Modifikationen vorgenommen, so dass in jüngerer Zeit auch wieder Instrumente mit fünf Oktaven hergestellt werden; Celestas mit drei Oktaven sind ebenfalls anzutreffen. Die Stahlplatten liegen über hölzernen Resonatoren, um den schwachen Klang zu verstärken. Angeschlagen werden die Platten durch mit Filz bezogenen Hämmern. Die Celesta gehört zu den transponierenden Instrumenten und wird eine Oktave tiefer notiert als sie klingt.

Die Celesta wurde in der heute gebräuchlichen Form unter dem Namen Céleste 1886 von A. Mustel in Paris gebaut, doch gab es seit Mitte des 19. Jahrhunderts einige Vorläufer, die das bis dahin verwendete Klaviaturglockenspiel ablösen sollte. Die Celesta wurde rasch in die Gruppe der obligaten Orchesterinstrument aufgenommen und gehört zum Schlagwerk. Eingesetzt wurde es beispielsweise von P.I. Tschaikowsky (Nussknacker-Suite) und B. Bartók (Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta). Auch in Jazz und Rock findet das Instrument gelegentlich Verwendung, so etwa bei Don Robertson und Elvis Costello. Häufig eingesetzt wird die Celesta auch immer wieder in Filmmusik, etwa in der Musik zu den Harry-Potter-Filmen von John Williams.

Diskografie

Don Robertson: Dawn (1969)
Elvis Costello: Mighty Like A Rose (1991)