Djembe

Djembe, auch Djimbe, Jembe, Jenbe, Membranophon (Gefäßtrommel, Bechertrommel), westafrikanische Handtrommel mit einem Schlagfell.

Die Djembe stammt zwar ursprünglich aus dem Gebiet der Malinke, ist aber in ganz Westafrika gebräuchlich und fand seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch in die westlichen Industrienationen ihren Weg. Aufgrund ihrer weiten Verbreitung gibt es diverse Namen für das Instrument, von denen sich Djembe als französische Fassung des Namens in der Sprache der Malinke durchsetzte.

Djembe

Djembe (Fotolia)

Die Djembe wird aus dem Stammabschnitt eines Hartholzbaumes gefertigt. Der Abschnitt wird ausgehöhlt und äußerlich in etwa in die Form eines Kelches gebracht. Das Trommelkorpus ist unten offen, die Höhe der Trommel beträgt etwa 60 cm, der Durchmesser auf der Schlagfellseite etwa 30 cm, doch gibt es Abweichungen nach oben (Durchmesser bis 45 cm) und unten (Durchmesser 15 cm), bei jeweils angepasster Gesamthöhe. Als Schlagfell dient ein dünn geschabtes Antilopen- oder Ziegenfell, das mittels einer ausgeklügelten Verschnürung gespannt wird. Die Schnürung erlaubt auch das Stimmen des Instrumentes. Entsprechend afrikanischer Vorstellungen von Klangästhetik werden am Korpus mitunter Metallteile lose befestigt, die beim Spiel des Instrumentes mitschwingen. In jüngerer Zeit werden Djembes auch aus Kunststoff gefertigt und mit einem Kunststofffell ausgestattet; Spannung und Stimmung des Felles werden dann mit Spannreifen und Stimmschrauben vorgenommen.

Das Instrument wird in der Regel mit den Händen gespielt, mitunter aber auch mit Stöcken. Die Djembe wird entweder im Stehen oder im Sitzen gespielt; bei der stehenden Spielweise hängt das Instrument seitlich am Körper des Spielers an einem Gurt oder Tuch, bei sitzender Spielweise sitzt der Instrumentalist entweder auf dem auf dem Boden liegenden Instrument oder hält es mit der Schlagfläche nach vorn zwischen den Beinen, wobei der untere Rand des Trommelkorpus auf dem Boden abgestützt wird.

Entsprechend der Größe des Schlagfelles, abhängig aber auch von dessen Spannung, ist der Klang der Djembe tief, anhaltend und durchsetzungsfähig; bedingt durch Größe und Form des Resonanz gebenden Korpus werden besonders die tiefen Frequenzen hervorgehoben. Beim Spiel im Ensemble werden die Trommeln unterschiedlich gestimmt, wobei einer hoch gestimmten Djembe die Rolle des »Vorsängers« zukommt. Der Instrumentalist kann das Fell mit der ganzen Hand, aber auch nur mit den Fingerspitzen spielen. Die Wahl des Anschlagortes auf dem Fell gibt dem Spieler erheblichen Einfluss auf die Gestaltung von Klang und Dynamik.

Die Djembe gehört in Afrika zu den Instrumenten mit einer langen Tradition. Aufgrund der schriftlosen Weitergabe von Spieltechniken einerseits, von Rhythmen und Tänzen andererseits ist eine lange Ausbildung erforderlich. In den westlichen Industrienationen wird das Instrument häufig von Freizeitmusikern in Ensembles gespielt, es kommt aber auch in Schulmusik und Musiktherapie zum Einsatz. Auch in Jazz und Rock wird die Djembe gelegentlich verwendet.